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Weihnachtsmarktverein zieht Zwischenbilanz

Zufriedenheit im Schmuddelwetter Weihnachtsmarktverein zieht Zwischenbilanz

Temperaturen im fast zweistelligen Bereich, Regen statt Schnee: Winterwetter sieht anders aus. Nach Ansicht von Daniel Asmuß, Vorsitzender des Göttinger Weihnnachtsmarktvereins, schadet das wenig weihnachtliche Wetter dem Weihnachtsmarkt aber kaum. Eine Zwischenbilanz.

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Quelle: Mischke (Symbolfoto)

Göttingen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Asmuß. Insgesamt sei die Stimmung unter den etwa 80 Standbetreibern rund um das Alte Rathaus und die Johanniskirche gut. Zwar sei gerade das erste Marktwochenende wegen des Wetters schlecht gelaufen, „über die anderen Tage können wir uns aber nicht beschweren“, sagte Asmuß.

Die Reihen vor den Ständen seien gut gefüllt gewesen und von den Marktbeschickern und Besuchern, mit denen er gesprochen habe, habe es „positive Rückmeldungen“ gegeben. Er glaubt nicht, dass die Terroranschläge von Paris am 13. November Gäste von einem Weihnachtsmarktbesuch abhalten.

Unter deren Eindruck zeigt die Göttinger Polizei indes mehr „sichtbare Präsenz“ auf dem Markt, sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. „Wir haben bewusst mehr uniformierte Kräfte im Einsatz, die dort Streife gehen.“ Einen leichten Anstieg der Taschendiebstähle hat das aber nicht verhindert. So hat deren Zahl nach den Auskünften von Kaatz in der Woche vom 7. bei 13. Dezember im Vergleich zu den Wochen davor leicht zugenommen.

Die Zahl bewege sich im unteren zweistelligen Bereich. Im Vergleich zu den Vorjahren zeichne sich nach Angaben des zweiten Fachkommissariats, bislang aber kein Anstieg der Fallzahlen ab. Tatorte für Taschendiebstähle seien aber auch Geschäfte der Innenstadt oder Großveranstaltungen.

Während der Weihnachtsmarkt 2015 noch läuft, ist Asmuß bereits bei den Planungen für kommende Jahr. Kleinigkeiten gebe es immer zu verbessern, sagte er.

Wetter, Terror, Weihnachtsmarkt – passt das zusammen?

Göttingen. Es ist für diese Jahreszeit viel zu mild und die Weihnachtszeit wird begleitet von Terrorwarnungen. Haben diese Faktoren Einfluss auf das Geschäft des Göttinger Weihnachtsmarktes? Das Tageblatt hat sich bei sieben Standbesitzern umgehört.

„Manche Tage hat man schon Angst. Da sind gar keine Leute da“, sagt Brigitte Recke, Besitzerin eines Glühweinstandes. Das schlechte Wetter und der Terroralarm würden viele Leute verunsichern. Sie selbst fühle sich in Göttingen sicher. „Unsere Stammkunden haben wir, auch wenn diese ebenfalls nicht begeistert sind von den Umständen“, resümiert Recke.

Die Besitzerin des Kinderkarussells, Margret Bodem, denkt auch, das ein bisschen weniger los sei. „Aber man kann noch damit leben“, sagt sie. Sie hätte von Kollegen aus Bremen und Hannover viel schlechtere Kritiken gehört. Das Thema Terror werde ihrer Meinung nach zu sehr aufgebauscht.

Bei der Töpferin Jasmin Janker laufe es hingegen besser als im vergangenen Jahr. Sie habe sogar Ware nachproduzieren müssen.

„Wir haben in Göttingen ein sehr dankbares Publikum. Die kommen immer wieder“, bilanziert Dagmar Beinhorn, Besitzerin eines Bratwurststandes. Die Besucherzahlen seien wie immer wetterabhängig. „Wir sind in Göttingen, da gibt es keine Einbußen wegen Terror“, sagt sie.

„Es könnte kälter sein“, sagt Shamsuddin Steins, Besitzer des Alpkäse-Raclette-Standes. Der Umsatz sei aufgrund des Regens um fast 10 Prozent gesunken. So viele Getränke, wie in den Vorjahren seien wegen der milden Temperaturen nicht über die Theke gegangen sagt Mitarbeiterin Caroline Ahlert.

Michael Drolshagen, Besitzer des Süßwarenstandes, beklagt sich ebenfalls über das Wetter. „Aber wir haben unsere Stammkunden und sind die Einzigen mit Poffertjes. Wir sind zufrieden“, sagt der Besitzer.

„Die Mützen gehen in diesem Jahr schlecht.“, urteilt Natascha Serker, Besitzerin eines Kleidungsstandes. „Ansonsten läuft alles wie immer in Göttingen gemütlich gut“, sagt sie. Für Serker sei Terror kein Thema, sie fühle sich in Göttingen sehr geschützt.

gil

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