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Weiter auf der Flucht

Sexualstraftäter Weiter auf der Flucht

Der entflohene Sexualstraftäter Detlef Schneider ist weiterhin auf der Flucht. Wie Polizei und Sozialministerium gestern bestätigten, ist der Aufenthaltsort des 46-Jährigen noch unbekannt. Aber: „Wir gehen davon aus, dass er sich im Bereich Südniedersachsen/Göttingen aufhält“, so Northeims Polizeisprecher Uwe Falkenhain. Und weiter: „Wir haben bereits einige Hinweise erhalten.“ Gestern suchten die Beamten im Bereich Göttingen und Moringen mit Hunden nach dem Mann.

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Gestern am Göttinger Kiessee: Die Polizei ist mit  Hunden auf der Suche nach Schneider.

Quelle: Mischke

Der wegen Vergewaltigung und Mordversuchs verurteilte psychisch kranke Straftäter saß seit 17 Jahren im Maßregelvollzug im Landeskrankenhaus Moringen. Seit 2007 wurden ihm dort Hafterleichterungen gewährt, seit November 2008 war Schneider unter Aufsicht in einer Moringer Gärtnerei beschäftigt.  Für diese wiederum arbeitete er am Dienstag auf dem Außengelände des ehemaligen Landeskrankenhauses in Göttingen. Beim Rasenmähen auf der Fläche, auf der ein neues Haus für den Maßregelvollzug entstehen soll (Tageblatt berichtete), konnte er  gegen 11.30 Uhr fliehen. Warum der Mitarbeiter der Gärtnerei, der Schneider begleitete und beaufsichtigte, das nicht verhinderte, ist noch unklar. „Wir warten noch auf diese Angaben“, so Thomas Spieker, Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums, gestern gegenüber dem Tageblatt. 

Spieker stuft den flüchtigen Straftäter nicht als „hochgradig gefährlich“ ein. Dennoch: „Eine Gefährdung der Bevölkerung ist nicht auszuschließen.“ Schneider hatte 1989 in Oldenburg eine Frau überfallen, vergewaltigt und mit einem Messer attackiert. Danach versuchte er, sein Opfer zu töten.

Die Polizei bittet weiter um Mithilfe: Schneider ist 1,88 Meter groß, hat schwarze Haare und dunkle Augen. Er trug bei der Flucht eine blaue Latzhose und ein schwarz-weiß-kariertes Hemd. Einen Bart, wie auf dem Foto, trägt er nicht mehr. Hinweise unter der Notrufnummer 110.

bib

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