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Weitere Mieter in Göttingen beklagen Kakerlakenbefall

Stadtverwaltung kontrolliert Hagenweg 20 Weitere Mieter in Göttingen beklagen Kakerlakenbefall

Im kakerlakenverseuchten Apartmenthaus Hagenweg 20 hat die Stadtverwaltung am Dienstag mehrere Kleinwohnungen besucht, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Unterdessen gibt es Hinweise auf andere, von derselben Hausverwaltung wie im Hagenweg betreuten Mietblöcke, in denen es einen erheblichen Kakerlakenbefall gebe.

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Weitere Mieter derselben Hausverwaltung klagen über Kakerlaken in ihren Wohnungen.

Quelle: Pförtner

Göttingen.. Im Hagenweg suchten am Dienstag die Verwaltungsmitarbeiter von Ordnungsverwaltung, Jugendverwaltung und Gesundheitsamt Wohnungen auf, in denen nach Informationen der Stadt Kleinkinder leben. Ergebnis laut Stadt-Sprecher Detlef Johannson: „Keine Probleme, kein Befall. Im zweiten Fall: Familie nicht zu Hause.“

Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung ein Apartment untersucht, das laut Johannson „wegen des besonderes schweren Befalls wohl als ,Herd‘ der Plage bezeichnet werden kann“. Die Mieterin sei allerdings nicht anwesend gewesen. Ein Problem für die Stadt: Ein Schabenbefall liefert keine ausreichende Rechtsgrundlage, „um als Behörde in fremde Häuser oder Wohnungen zu gehen und dort Maßnahmen zu verfügen“.

Die Stadt bestätigt außerdem, dass der Hausverwalter mittlerweile ein Fachunternehmen beauftragt hat, das jetzt eine Bestandsaufnahme und dann Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen vornimmt. Johannson: „Wir bleiben am Drücker. Wenn das abgeschlossen ist, schauen wir uns die Lage erneut an.“

Außer dem Hagenweg gibt es zwei weitere von der Hausverwaltung Meyer betreute Mietshäuser mit Kakerlakenplage. Zum Beispiel die Ruhstrathöhe 16/20. Hier beschweren sich mittlerweile Anwohner aus der Nachbarschaft, dass dort Müll herumliegt und die Kakerlaken aus den beiden Gebäude in die Umgebung wandern.

Bereits vor einigen Jahren, sagt ein unmittelbarer Nachbar, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, habe es eine Krisensitzung der Nachbarn mit der Hausverwaltung Meyer aus Gillersheim gegeben. Geschehen sei jedoch nichts. „Mittlerweile“, sagt der Nachbar, „laufen die Kakerlaken am hellichten Tag durch die Nachbarschaft. Wir schlafen nicht mehr bei offenem Fenster.“ Eine weitere Nachbarin, ebenfalls Mitglied der Nachbarschaftsinitiative gegen den Kakerlakenbefall, bestätigt die Zustände. Erhebliche Probleme gebe es seit drei bis vier Jahren. Beschwerden beim Ordnungsamt der Stadt hätten zu nichts geführt.

Offenbar ein weiteres Poblemhaus: die untere Masch 13. Dort gebe es „ebenfalls einen enormen Kakerlakenbefall, die Tiere sind im ganzen Haus, auch in den Wänden“, schreibt ein ehemaliger Bewohner. Zu dem weiteren Vorwurf, die Stadt quartiere dort Familien mit kleinen Kindern ein, erklärt Stadt-Sprecher Johannson, dass die Stadt gegebenfalls zwar die Miete zahle, aber „für den Abschluss eines Mietvertrages nicht verantwortlich“ sei.

Die Hausverwaltung Meyer, für alle drei Häuser zuständig, erklärt, den massiven Befall im Hagenweg „zum Anlass zu nehmen, das in allen befallenen Gebäuden konsequent anzugehen“. Ein derart starker Befall sei bislang nicht vorgekommen“ „Vielleicht liegt das am warmem Winter.“

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