Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Weitere Nazi-Parolen vor Flüchtlingsunterkunft bleiben aus

Fremdenfeindlichen Vorfälle Weitere Nazi-Parolen vor Flüchtlingsunterkunft bleiben aus

Nach den „Heil Hitler“ und „Sieg Heil“-Rufen vor der Flüchtlingsunterkunft in der Albert-Schweitzer-Schule am Wochenende in Adelebsen sind nach Auskunft von Polizeisprecherin Jasmin Kaatz keine weiteren fremdenfeindlichen Vorfälle bekannt geworden.

Voriger Artikel
Eddigehausen auf Wachstumskurs
Nächster Artikel
Land Niedersachsen jetzt Partner der Bildungsregion Göttingen
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Adelebsen. In der Nacht zu Sonnabend, noch vor dem Einzug der ersten Flüchtlinge, hatten vier Männer die rechten Parolen vor der Schule gerufen. Die Polizei hatte Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

„Wir sind froh darüber, dass die Flüchtlingsunterkunft in Adelebsen zum Tatzeitpunkt noch nicht bewohnt war. Menschen mit Hass und fremdenfeindlichen Parolen zu begegnen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind und unglaubliche Strapazen erleiden mussten, ist menschenverachtend und darf nicht hingenommen werden“, kommentierte Silke Hansmann, Vorsitzende des Juso-Unterbezirks. Einer Minderheit dürfe kein Raum für rassistische Hetze überlassen werden. „Sollte es erneut zu rassistischen Vorfällen in und um Göttingen kommen, werden wir uns diesen entschieden entgegenstellen“, sagte Juso-Vorstandsmitglied Bastian Hielscher.

Bereits im Juni waren vor dem Grenzdurchgangslager in Friedland flächendeckend Aufkleber mit ausländerfeindlichen Parolen der NPD und anderer rechter Organisationen aufgetaucht.  Diese seien jedoch „inhaltlich strafrechtlich nicht von Relevanz“ gewesen, sagt Kaatz. Und weiter: „Seit Neueinrichtung der Notunterküfte in Adelebsen, Rosdorf, Duderstadt und Hann. Münden haben wir keine Kenntnis von Aufklebern und Spukkis der NPD beziehungsweise mit fremdenfeindlichem Inhalt erhalten.“ Gleiches gelte für die Unterkunft in Friedland.

Zwischen der Polizei und der Gemeinde gebe es die Vereinbarung, „dass bei Feststellung derartiger Aufkleber sofort die Polizei hierüber informiert wird“, sagt Kaatz. Ist eine strafrechtlicher Relevanz nicht gegeben, erhalte die Gemeinde „ein Signal und rückt zeitnah aus, um die Aufkleber zu entfernen“. Kaatz vermutet, dass engagierte Bürger Friedlands bei Entdecken deratiger Propaganda selbst tätig würden und die Kleber abreißen. Polizei und Gemeinde erhielten deshalb nicht von jedem Fall Kenntnis. „Wenn Bürger zukünftig entsprechende Feststellungen haben, mögen Sie bitte über Telefon 05 51 / 4 91 21 15 die Polizei Göttingen informieren“, sagt Kaatz.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"