Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Weitere Niederlage für Göttinger Linksaktivisten

Geldstrafe wegen Polizistenbeleidigung Weitere Niederlage für Göttinger Linksaktivisten

Ein Göttinger Linksaktivist hat sich erneut eine gerichtliche Niederlage eingehandelt. Der 24-Jährige hatte gegen ein Urteil des Amtsgerichts Göttingen Berufung eingelegt. Dieses hatte ihn wegen Polizistenbeleidigung zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 30 Euro (insgesamt 1500 Euro) verurteilt. Das Landgericht Göttingen verwarf jetzt die Berufung.

Voriger Artikel
17-Jähriger in Bad Gandersheim zusammengeschlagen
Nächster Artikel
Betrüger-Anwalt in Göttingen freigesprochen
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Es war bereits die zweite Niederlage des Linksaktivisten in dem Verfahren. Der mehrfach vorbestrafte 24-Jährige hatte zunächst einen Strafbefehl von 40 Tagessätzen zu je 20 Euro (insgesamt 800 Euro) erhalten. Er soll beim Ausstieg aus einem Göttinger Linienbus einem Polizisten „Scheiß BFE“ zugerufen haben. Der Beamte hatte sich als Angehöriger der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) der Bereitschaftspolizei in seiner Ehre gekränkt gefühlt und Strafanzeige erstattet. Da der 24-Jährige den Strafbefehl nicht akzeptieren wollte, kam es zur mündlichen Verhandlung.

Das Amtsgericht verurteilte ihn dann zu einer deutlich höheren Geldstrafe von 1500 Euro, weil er zur Tatzeit noch unter Bewährung stand. Im Herbst 2013 hatte ihn das Landgericht Göttingen wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er einem Jura-Studenten das Nasenbein gebrochen hatte.

Gegen den 24-Jährigen ist derzeit noch ein weiteres Verfahren anhängig. Er soll im April vergangenen Jahres bei einer Aktion von Abschiebungsgegnern eine Polizistin bespuckt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb einen Strafbefehl über 1200 Euro wegen Beleidigung beantragt. Da er dagegen Widerspruch einlegte, landete auch dieser Fall vor dem Amtsgericht, das erneut eine höhere Geldstrafe von insgesamt 2250 Euro verhängte. Nach Angaben eines Justizsprechers hat der Angeklagte auch gegen dieses Urteil Berufung eingelegt, über die noch nicht entschieden ist.

Von Heidi Niemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel