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„Welch‘ frevelhafte Tat“

Trauer um Robinien an der Groner Straße „Welch‘ frevelhafte Tat“

Trauer um die 21 gefällten Robinien an der Groner Straße: Zehn Göttinger Bürger rund um Organisator Uwe Pathé haben am Donnerstag bei einer Trauerfeier deren „sterblichen Überresten die letzte Ehren erwiesen“, wie Pathé es in seiner kurzen Ansprache formulierte.

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Trauerfeier für die gefällten Robinien an der Groner Straße.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Mit Hammer und Nägeln hefteten die Baumfreunde Texte und Bilder an die verbliebenenen Baumstümpfe auf beiden Straßenseiten. Sie legten Blumen nieder und zündeten Grablichter an. Aus dem Smartphone lieferte Alexandras „Mein Baum ist tot“ den passenden Soundtrack. „Den Mitarbeitern im Planungsamt zur Mahnung, dass sie sich bei zukünftigen Planungen zuerst Gedanken darüber machen, wie ein vorhandener Altbaumbestand erhalten werden kann“, sagte Pathé. Ihm und seinen Mitstreitern geht es nicht nur um die Bäume an der Groner Straße, sondern auch um die zuletzt ebenfalls gefällten Bäume etwa am Maschmühlenweg, an der Zoologie oder an der Hauptpost. „Sie füllten auch die Herzen unserer Kinder. Bestaunten sie ob ihrer Größe. Nun sind sie fort. Welch‘ frevelhafte Tat wurd‘ hier vollbracht?“, dichtete Anwohner Klaus-Peter Wolff, der miterlebt hat, wie die Bäume vor rund 30 Jahren gepflanzt wurden. Von der Stadtverwaltung forderten die Trauernden, dass Verkehrsplanung sich zunächst dem vorhandenen Baumbestand anzupassen hat, um diesen zu schützen. Die Robinien sind für die anstehende Umgestaltung der Groner Straße gefällt worden.

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