Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Weltspartag: Menschen sparen trotz niedriger Zinsen

Rein ins Schwein Weltspartag: Menschen sparen trotz niedriger Zinsen

Am 30. Oktober ist Weltspartag. Doch wie sparen die Menschen heute? Der Leitzins ist so niedrig wie nie zuvor. Lohnt es sich da noch, sein Geld auf Konten anzulegen? Gibt es das gute alte Sparschwein überhaupt noch?

Voriger Artikel
Verwirrende Beschilderung auf dem Nikolausberger Weg
Nächster Artikel
Bald Tempo 30 nachts auf Göttingens Hauptstraßen

Hat das Sparschwein ausgedient?

Quelle: Richter

Göttingen / Duderstadt. Oder wird ausgegeben, was da ist? Diese Fragen stellten Nadine Rodens und Margarita Schweizer Passanten in den Innenstädten von Duderstadt in Göttingen. Alexandra – die 41-jährige Einzehandelskauffrau mag ihren Nachnamen nicht verraten – sagt zum Beispiel: „Ich spare nicht. Ich lebe lieber jetzt.“

Arne Grob ist 17 Jahre alt. Er spart wieviele Jugendliche „auf ein Auto“. Peter Dellemann ist Rentner. Er habe es sich „abgewöhnt, zu sparen, sagt der 68-Jährige:.„Ich habe nur noch mein Sparbuch.“ Kirsten Sickora, 29, hat ein allgemeineres Ziel. „Ich spare auf ein Haus und größere Anschaffungen“, sagt sie. Der Rentner Winter, der seinen Vornamen nicht nennen will, spart für seine Enkeltochter. „Sie bekommt immer mal wieder Geld für die Spardose, und diese bringt sie dann am Weltspartag zur Bank“, sagt der 70-jährige Göttinger.

Carola Hagemann berichtet, dass sie monatlich einen Festbetrag auf ein Sparkonto legt. Auch Hilde Schwethelm bringt ihr Geld auf ein Sparbuch. So schaffen sie sich ihre Rücklagen.

Die achtjährige Charline Nolte hat ein Sparschwein und eine „ganz schön schwere Sparbüchse“ zu Hause. Am Weltspartag bringt sie diese zur Bank und zahlt ihr Geld auf ihr Sparkonto ein. „Von dem gesparten Geld kaufe ich mir ein neues Fahrrad.“ Ihre 15 Jahre alte Schwester Gina-Marie Nolte gibt ihr Taschengeld gerne aus.

Wille ungebrochen

Mit dem Geld, das sie geschenkt bekommt, spart sie auf den Führerschein. Mutter Sandra Nolte investiert lieber in ihre Kinder und deren Zukunft, als das Geld zur Bank zu tragen. Jakob Mecke ist 16 Jahre alt und bekommt sein Taschengeld auf sein Bankkonto. Dort lässt er es auch liegen.

Der Wille, Geld auf die hohe Kante zu legen, scheint ungebrochen – ob nun auf etwas Bestimmtes gespart wird, oder einfach nur, um Rücklagen zu schaffen. Eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der Bank Cosmosdirekt ergab, dass 78 Prozent der Deutschen sparen. Dabei stehe die Sicherheit an erster Stelle.

60 Prozent der Befragten sparten für Notfälle und größere Anschaffungen (47 Prozent), nur 22 Prozent würden gar nichts zurücklegen. 28 Prozent gaben an, auch mal ein Risiko einzugehen. Ähnlich ist die Tendenz zur Sicherheit beim Thema Altersvorsorge. 54 Prozent der Befragten nutzen laut Studie ihr Immobilieneigentum zur privaten Altersvorsorge, 49 Prozent ihr Sparbuch, und neun Prozent sorgen nicht privat vor.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Thema des Tages: Steinträume aus der Toskana