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Wendebach-Stausee: Sedimenträumung geht im Herbst weiter

Zwei Drittel des Etats verbraucht Wendebach-Stausee: Sedimenträumung geht im Herbst weiter

Der Umbau des Wendebach-Stausees liegt im Plan. Trotz komplizierter Baugrundverhältnisse sind Spundwände eingebracht und haben gerade die Betonarbeiten begonnen.

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Rest vom Wendebach-Stausee: Extra angelegtes Biotop für Amphibien im vom Sediment geräumten Bereich des Sees.

Quelle: Hinzmann

Niedernjesa. Das teilt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf Tageblatt-Anfrage mit. Auch die weitere Sedimenträumung soll nach der Ernte im Spätsommer fortgesetzt werden.

Allerdings: Fast zwei Drittel des Etats, der mit 180 000 Euro allein für die Räumung des Seegrunds bereitgestellt ist, sind nach NLWKN-Angaben bereits verbraucht. Es sei aber davon auszugehen, so Sprecherin Herma Heyken, dass der Rest für die Räumung des „geplanten Bereiches“ ausreiche. Die Behörde war allerdings immer nur davon ausgegangen, den Badebereich von Ablagerungen freiräumen zu müssen; der Zweckverband Wendebach hingegen wollte so viel räumen, bis das Geld komplett verbraucht ist.

Wie weit man kommen werde, vermag selbst Norbert Schulz, der Geschäftsführer, nicht zu sagen. Er erfuhr erst durch das Tageblatt, dass angeblich schon zwei Drittel des Etats verbraucht seien. Weder Kosten noch Mengen seien ihm bisher mitgeteilt worden.

Teuer war die erste Räumaktion auch deshalb geworden, weil eigens Wege angelegt werden mussten. Zudem ging der Ausbau eines Amphibiengewässers ins Geld. Außerdem floss im Winter immer wieder von der Seite Wasser zu, so dass das Räumen der durchtränkten Sedimentschicht schwierig war. 7200 Kubikmeter wurden bisher auf landwirtschaftlichen Flächen verteilt und untergepflügt.

Umbau des Ablaufs

Nun hoffe man, so Heyken, dass die verbliebenen Sedimente bei Fortsetzung der Arbeiten trockener seien. Insgesamt sei das weitere Vorgehen mit Landwirten, Baufirma und Umweltverwaltung des Landkreises abgestimmt, so dass rechtzeitig im Herbst mit dem Einstau des Sees begonnen werden könne.

Aktuell arbeitet die Firma am Umbau des Ablaufs. Die Deichkrone ist abgetragen, das Betonbauwerk zerstört. Aus dem zerkleinerten Betonmaterial sollen die Wege für die Lastwagen, die das Sediment abfahren, befestigt werden. Der Schotter, so Norbert Schulz, werde dafür auf der südlichen Liegewiese auf einer Plane zwischengelagert.

Zudem laufen parallel die Argeiten der Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung des Landkreises. Die Mitarbeiter der in Duderstadt ansässigen Gesellschaft bauen den neuen Badesteg für den künftigen Badesee Wendebach.

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