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Wendebach-Stausee bei Niedernjesa: Zeitplan gesprengt

Zweite Schlamm-Aktion im Herbst nötig Wendebach-Stausee bei Niedernjesa: Zeitplan gesprengt

Nur noch eineinhalb Wochen, dann ist vorerst Schluss mit dem Räumen des Wendebach-Stausees. Dabei ist die dicke Kruste getrockneten Schlamms bisher nur zu einem Bruchteil beseitigt. Völlig unklar ist noch, wie hoch die Kosten bisher sind und wie weit man mit den zugesagten 180000 Euro Landesmittel kommen wird.

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Meterdicke Massen an Schlick müssen bis Ende nächster Woche vom Grund des Wendebach-Stausees gebaggert werden.

Quelle: Theodoro da Silva

Niedernjesa. Frühestens nächste Woche in einer Besprechung mit der Baufirma werden die Behörden eine Tendenz erfahren.

Eigentlich hätte schon mehr zu sehen sein sollen. Gründe für die Verzögerung des Schlamm-Räumens, so Norbert Schulz, Geschäftsführer des Wendebach-Zweckverbandes, waren das teilweise schlechte Wetter der vergangenen Monate sowie die Bauarbeiten für ein Ersatz-Biotop, die Vorrang genossen. Denn wenn im März die Amphibien aus dem Wald unter- und oberhalb der Blaubachschänke Richtung See wandern, dürfen sie nicht nur eine Schlammwüste vorfinden. Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens war ein Ersatzgewässer, in das die Frösche und Lurche dann laichen können. Es ist nahe des Badesteges gebaut worden und muss bis zum Einsetzen der Amphibienwanderung geflutet und ökologisch brauchbar sein.

Wegen des feuchten Wetters und langer Zeiträume ohne Frost konnte die Firma, die den Schlamm beseitigt, oft nicht arbeiten. Es musste sogar eigens ein Weg angelegt werden, um mit den schweren Baumaschinen fahren zu können. Auch waren die Felder, auf denen der Schlamm abgelagert wird, teils so matschig, dass sie nicht befahren werden konnten.

Vom März an müssen nun die Landwirte, die ihre Felder zur Verfügung stellten, das tonnenweise abgelagerte Schwemmgut einarbeiten können, ihre Felder bestellen. Dann kann also nicht weiter geräumt werden. Frühestens im Herbst werde es eine zweite Aktion geben, so Schulz. Wie weit das Geld dann reichen wird, ist unklar. Für die Räumung des ganzen Sees jedenfalls auf keinen Fall. Stellenweise liegt der Schlamm bis zu 2,50 oder drei Meter hoch. Im Badebereich, wo aktuell geräumt wird, sind es 1,5 Meter. Allerdings ist dies ein Bereich, in dem vor zehn Jahren schon einmal geräumt wurde. Auch damals wurden die Arbeiten abgebrochen, nachdem der Badebereich vom Schlick befreit war.

Schlamm auf Feldern muss eingearbeitet werden. Theodoro da Silva

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