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Weniger Geld für Arbeitsvermittlung im Kreis Göttingen

Kritik an gekürztem Integrations-Budget Weniger Geld für Arbeitsvermittlung im Kreis Göttingen

Im Landkreis Göttingen steht in diesem Jahr erneut weniger Geld für die Vermittlung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen zur Verfügung. Der Bund kürzt weitere Mittel bei der Eingliederung auch bei Optionskommunen wie dem Landkreis, der die Aufgabe selbst ohne Arbeitsagentur erledigt. Im Vergleich zum Vorjahr stehen dem Landkreis 2015 noch einmal rund 850 000 Euro weniger zur Verfügung.

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Brunhild Ralle und Dietmar Linne

Quelle: EF

Göttingen. „Dies ist erneut eine schmerzhafte Kürzung“, kommentieren die sozialpolitischen Sprecher von SPD und Grünen im Kreistag, Brunhild Ralle und Dietmar Linne, die neuen Zahlen. Insgesamt stellt der Landkreis 2015 laut Verwaltung rund sieben Millionen Euro für die Eingliederung Arbeitsloser zur Verfügung. 2011 sei es noch mehr als doppelt so viel gewesen, so Ralle und Linne.

„Der Bund hat inzwischen so stark gekürzt, dass besonders die Interessen der Langzeitarbeitslosen auf der Strecke bleiben.“ Begründet werde die Kürzung mit einem Rückgang um 400 Langzeitarbeitslose in 2014. Dennoch seien nach wie vor etwa 13 000 Menschen im Landkreis nach dem Sozialgesetzbuch II leistungsberechtigt. Die Kürzung sei überproportional stark.

„Es stehen damit deutlich weniger Mittel zur beruflichen Integration pro Leistungsberechtigtem zur Verfügung, als in den Vorjahren“, beklagen die Sozialpolitiker.

Auch aus Sicht von Kreissozialdezernent Marcel Riethig ist der weitere Rückgang der Mittel für die Integration von Erwerbslosen „kontraproduktiv“. „Die Handlungsmöglichkeiten des Landkreises, Langzeitarbeitslose bei der Rückkehr auf den Arbeitsmarkt zu unterstützen, schwinden immer mehr.“ Das stehe in keinem Verhältnis zum Rückgang der Erwerbslosenzahlen, kritisiert Riethig.

Schmerzlich sei, dass das die Möglichkeiten des Landkreises einschränke, soziale Teilhabe durch langfristige Unterstützung zu ermöglichen. „Gerade dies war aber ein zentrales Versprechen der großen Arbeitsmarktreform mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe.“

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