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Weniger Geld vom Flecken für Projekt KOMM: „Blauäugige Konzeption“

Streit um Zuschüsse Weniger Geld vom Flecken für Projekt KOMM: „Blauäugige Konzeption“

Ein Antrag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat im Ausschuss für Jugendpflege und Soziales für Unstimmigkeiten gesorgt. Für das Projekt KOMM (Miteinander – Mitgestalten im Korbhof) hatte die AWO beantragt, dass der Flecken die Nebenkosten in Höhe von rund 6000 Euro im Jahr übernehmen möge. Der Treffpunkt für Senioren habe keine eigenen Einnahmen, führte Ingelore Kettler als AWO-Vorsitzende in Bovenden aus.

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Im Treffpunkt KOMM: Ingeborg Riethig, Annette Zech, Ulrike Pröhl und Helga Scheuermann (v.l.).

Quelle: Theodoro da Silva

Bovenden. Die Spenden seien nicht so reichlich  geflossen, wie erwartet.

Aus der Erweiterten Nachbarschaftshilfe (ENB) und der Wohnberatung der AWO sei das Projekt hervorgegangen, erklärte Kettler. Bei der Arbeit dort sei deutlich geworden, dass sich viele ältere Menschen kaum noch aus ihrer Wohnung bewegten.

Mit dem KOMM haben sie nun eine Anlaufstelle. Allein das Angebot eines Mittagessens nehmen  dort, laut Kettler, täglich 15 bis 30 Senioren wahr. Insgesamt besuchten am Tag 20 bis 50 Senioren  den Treffpunkt (sonnabends geschlossen).

Vor rund 20 Helfern des KOMM plädierte Heribert Piontkowitz (SPD) dafür, für ältere Mitbürger das gleiche Engagement zu zeigen wie für Jugendliche. Das Angebot werde sehr stark frequentiert und von großer ehrenamtlicher Unterstützung getragen.

Daher stellten die Sozialdemokraten den Antrag, im kommenden Jahr 6000 Euro beizusteuern. Die Gruppe aus CDU und Grünen zog sich zur Beratung zurück und erklärte dann, sie habe „Bauchschmerzen“ wegen der „blauäugigen Konzeption“. Im Namen der Gruppe verlangte Jürgen  Hadenfeldt  (CDU) einen Wirtschaftsplan und  regte an, dass sich die AWO um eine Verbesserung der Einnahmen bemühen solle.

Mit  ihrem Vorschlag, das Projekt „KOMM“ im nächsten Jahr mit 4000 Euro zu unterstützen, setzte sich die Gruppe mit ihren fünf Stimmen gegen die vier der Sozialdemokraten durch. Enttäuscht verließen die Helfer vom KOMM die Sitzung.

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