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Weniger Kontaktbereichsbeamte in Göttingen

Drei statt sieben Weniger Kontaktbereichsbeamte in Göttingen

Die Polizei plant, die Zahl der Kontaktbereichsbeamten im Göttinger Stadtgebiet drastisch zu reduzieren. Statt sieben werde es künftig wohl nur noch zwei bis maximal drei Beamte in dieser Funktion geben, bestätigt die Göttinger Polizei.

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Quelle: Hinzmann/Archiv

Göttingen. Die Kontaktbereichsbeamten genössen „hohe Anerkennung in der Bevölkerung“, räumt Alexander Golik, Sprecher der Polizeidirektion Göttingen, ein. Allerdings verfüge Göttingen im Vergleich zu anderen Städten über überproportional viele Kontaktbereichsbeamte. Generell sei ein Beamter pro 75000 Einwohner vorgesehen. Göttingen mit seinen etwa 118000 Einwohnern verfüge jedoch über sieben solcher Beamte – ein Beamter pro 17000 Einwohner oder mehr als viermal so viel wie der Richtwert. Durch die Personaleinsparung „soll der Einsatz- und Streifendienst verstärkt werden“, erklärt Golik.

 
Die Konsequenz: „Wir wollen und werden die Zahl der Kontaktbereichsbeamten zurückfahren“, sagt der Polizeisprecher. Dies allerdings nicht auf einen Schlag. Der Abbau solle sich auf einen Zeitraum von etwa fünf Jahren erstrecken.
Auch in Hann. Münden und in Duderstadt gibt es jeweils einen Kontaktbereichsbeamten, die jedoch diesen Job neben anderen polizeilichen Aufgaben erfüllen. An dieser Stellenaufteilung solle sich nichts ändern, versichert Golik.

 
Die Pläne zur Reduzierung der Zahl der Kontaktbereichsbeamten stößt beim Göttinger Stadtvorstand der Grünen auf Ablehnung. Die Beamten seien Ansprechpartner für die Bürger, sicherten Schul- und Kindergartenwege und beraten Eltern, Kinder, Schulen und Kindergärten, aber auch Senioren und Pflegeheime. Die Kontaktbeamten, so der Parteivorstand, „halten regelmäßigen Kontakt zu den Schulleitungen und sind Ansprechpartner bei Gefährdung von Kindern durch Außenstehende, bei Übergriffen von Kindern und Jugendlichen untereinander, bei Drohungen von Eltern und Jugendlichen gegenüber Lehrern und bei sonstigen Störungen des Schulfriedens, beispielsweise durch Elternteile, die Regelungen des Umgangsrechts nicht beachten.“  Die Kontaktbereichsbeamte „helfen in diesen und ähnlichen Fällen zeitnah durch sachgerechten Rat und entsprechende Kontakte“. Die aktuelle Zahl der Kontaktbereichsbeamten müsse erhalten bleiben.
 Dem gegenüber sei die Forderung des CDU-Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler nach mehr Polizei unberechtigt, erklärt der Grünen-Stadtvorstand. „Das hilft uns nicht weiter, wenn die Situation vor Ort nicht analysiert wird“, sagt Sprecher Harald Wiedemann.

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