Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Angenehmer durch die Hölle

Weniger Staus an der Kreuzung Hoffmannshof in Göttingen Angenehmer durch die Hölle

Nach Monaten unerträglich langer Staus auf der Bundesstraße 27 östlich und westlich der Kreuzung Hoffmannshof ist jetzt mit einer neuen Ampelsteuerung Abhilfe geschaffen worden. Jetzt aber müssen andere leiden: die Autofahrer des Querverkehrs.

Voriger Artikel
„Optimale Bildungschancen für jedes Kind“
Nächster Artikel
Truck der Wissenschaft

Der Querverkehr zur Bundesstraße 27 am Hoffmannshof muss jetzt länger auf Grün warten.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Lange Zeit hatten sich Pendler aus dem östlichen Landkreis auf vorhersehbar lange Staus einstellen müssen: morgens von 7.15 bis 8 Uhr aus Richtung Osten vor den Ampeln an der Knochenmühle und vor allem am Hoffmannshof, nachmittags von 16 bis etwa 17.15 Uhr aus Richtung Westen vor der Kreuzung Hoffmannshof. Hier staute es sich häufig zurück bis zum Weender Krankenhaus, manchmal sogar bis zur Hannoverschen Straße. Das habe an der starren Ampelschaltung gelegen - 50 Prozent Rot, 50 Prozent Grün-Schaltung, hat Pendler Dennis Wippermann beobachtet.

Damit ist jetzt offenbar Schluss, in den vergangenen Tagen wurden diese langen Staus nicht mehr beobachtet. Die Straßenbaubehörde Gandersheim hat in der vorvergangenen Woche neue Erfassungskameras für den Straßenverkehr an den Ampelmasten montiert. Die alten hatten vor längerer Zeit den Geist aufgegeben. Die damalige Folge erläutert Maik Pfeiffer von der Straßenbaubehörde: Die Ampelanlage schaltete um ins Notprogramm, an das tatsächliche Verkehrsaufkommen konnte sich die Anlage nicht mehr anpassen. Weil die Herstellerfirma gegenüber der Gandersheimer Behörde Lieferschwierigkeiten anmeldete, konnte das Straßenbauamt nichts gegen die „Verkehrsstörungen“ in den „Verkehrsspitzenstunden“ unternehmen.

Die B 27 ist an dieser Stelle hoch belastet: Die Kreuzung passieren täglich etwa 16 000 Fahrzeuge, weiß die Straßenbaubehörde. Manche Pendler wie Holger Gerken, Chef der Göttinger Behindertenwerkstätten, sah als letzten Ausweg den Umweg über die Bundesstraße 446: „Durch die Hölle ist es angenehmer.“ Die Stauumfahrung nachmittags: über die Otto-Hahn-Straße und den Fassberg zur Kreuzung Hoffmannshof.

Jetzt aber sind die neuen Kameras installiert. Die Folge: Zu Spitzenzeiten wird den jeweils betroffenen Verkehrsströmen mehr Zeit gegeben. Das aber hat Auswirkungen auf den Querverkehr: Autofahrer, die vom Klausberg auf die B 27 oder in Richtung Nikolausberg fahren wollen, müssen sich jetzt vor allem am Nachmittag auf Wartezeiten vor der Ampel am Hoffmannshof einstellen.

Damit ist auch die Kritik von Volker Grothey, Mitglied im Herberhäuser Ortsrat, an dem „morgendlichen und abendlichen Chaos“ vorläufig erledigt. Grothey hatte die Behörden aufgefordert, schnell Abhilfe zu schaffen.

B 27 keine Umleitung mehr

Demnächst wird die Belastung der Bundesstraße 27 östlich von Göttingen wahrscheinlich etwas sinken. Derzeit wird die Landesstraße 569 zwischen Westerode und Wöllmarshausen saniert – mit Komplettsperrung oder unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung. Als weiträumige Umleitung hatte die Straßenbaubehörde dafür die B 446 und weiter die B 27 nach Göttingen ausgewiesen. Die Sanierungsarbeiten sollen Ende September abgeschlossen sein, so dass die B 27 als Umleitung ausfällt. Die durch die Umgehungsstraße weggefallene Ampel in Waake belaste die B 27 nicht zusätzlich, meint die Straßenbaubehörde. Das gesamte Verkehrsaufkommen werde dadurch nicht berührt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Grundschüler pressen eigenen Apfelsaft