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Wer Pizza sucht, findet Pizza

Anschlag gegen Kreishaus Wer Pizza sucht, findet Pizza

Das kann mein Hund auch: Wenn ich ihm einen Pizzakarton vorhalte, bellt er den Pizzaboten an. Kein Wunder, dass die Polizei nicht verraten hat, welchen Spurenträger sie dem Mantrailer fünf Tage nach der Zündelei vor die Nase gehalten hat, damit er die üblichen Verdächtigen findet.

Womit nur bewiesen wäre, dass Linke gegen Abschiebung sind. Und der „szenetypische unkonventionelle Spreng- und Brandsatz“ hat sich als Bastelei entpuppt, wie sie Frühpubertierende im Kinderzimmer zusammenfummeln. Was an Streichhölzern und Alleskleber für die linksautonome Szene typisch sein soll, wird Geheimnis der Polizeiführung bleiben.

Damit kein Irrtum aufkommt: Die Ermittler haben gut gearbeitet. Ein Feuer zu legen, sei es noch so dilettantisch, ist kein Kinderkram. Die Tat muss mit allem Ernst verfolgt werden. Das ist geschehen, dafür Respekt. Jedoch: Voreilige Schlüsse aus derart schwacher Spurenlage als Beweis zunehmender Gewalt von Links zu bewerten, ist ebenso dilettantisch – oder war politisch gewollt.

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Polizei kann keinen Schuldigen finden

Noch ist das Verfahren nicht formal eingestellt, die Ermittlungen sind aber wohl am Ende. Der Brandanschlag auf das Göttinger Kreishaus am 22. Januar wird keinem Schuldigen zuzuordnen sein. In der kommenden Woche, so Oberstaatsanwalt Hans-Hugo Heimgärtner, werde es eine Abschlussverfügung geben. Bisher gebe es keinen Beschuldigten, das Verfahren richte sich nur „gegen Unbekannt“.

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  • hoffnung moi – 20.06.10 Dem Redakteur ist zu wünschen, dass er auf das Rückgrat des Tageblatts zählen kann. Und der Rolle der Presse wäre es angemessen, wenn die Pressemitteilung nicht ohne Antwort bleibt – und damit ist nicht etwa ein Beschwichtigungsversuch, zum Beispiel in der Wochenendkolumne der Chefredaktion, gemeint.

    http://monsters.blogsport.de/2010/06/18/polizei-findet-antwort-auf-kritik-polemik-und-diffamierung/
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  • Leserinnenbrief Karin – 12.06.10 Herr Gückel,

    Wie können Sie, nachdem Sie feststellen, dass die Polizei hier auf ganzer Linie mist gebaut hat und dies vermutlich sogar aufgrund politischer Motivation getan hat, noch behaupten sie hätte eine gute Arbeit geleistet?
    Selbst Ihnen, der ja (im direkten Nachgang der Hausdurchsuchung) das vollste Vertrauen in den Rechtsstat zum Ausdruck gebracht hat, müsste doch auffallen, dass an dieser Stelle nur handfeste Kritik an Polizei und Justiz angebracht wäre. Die Linken und auch Linksradikalen haben recht behalten mit ihrem Protest.
    Sie versticken sich mit ihrem (unbestimmten) Lob in unhaltbare Widersprüche, die sie aus ideologischen gründen aufrecht erhalten wollen.
    Ich möchte Ihnen, den Leserinnen und Lesern an dieser Stelle die Broschüre "Für gesellschaftliches Engagement - gegen Kriminalisierung und politische Justiz" ans Herz legen und verweise auf die Homepage: http://politische-justiz.org/
    Vielleicht ist es an der Zeit sich journalistisch mit einigen dieser Fälle eingehender zu beschäftigen.
    Ich würde mir wünschen, dass sie ihre vorbehaltlose Stellung zum Rechtsstat gründlich überdenken - sei es auch nur um den journalistischen Wert ihrer zukünftigen Artikel zu heben.

    Herzlichst,
    Karin
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  • naja.. Ich – 12.06.10 den Artikel hätte man sich ja wohl sparen können... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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