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Wer knackt den Jackpot?

90 Millionen Euro Wer knackt den Jackpot?

Noch ist es ruhig gewesen in den Göttinger und Duderstädter Lottoannahmestellen am Donnerstag. Doch am Freitag um 18.50 Uhr schließt die Annahme der Eurojackpot-Zettel - mit nur sieben Kreuzen lassen sich 90 Millionen Euro gewinnen, mehr geht nicht. Ein Anreiz für viele, auf ihr Glück zu setzen.

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90 Millionen Euro bietet der Lotto-Jackpot im Moment.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Es waren schon mehr Spieler da“, erzählt Silke Baudis, Inhaberin von Geschäft Tobacco Classic am Gänseliesel. Besonders heute erwarte sie mehr Menschen, die ein paar Euro auf den Millionengewinn setzen.

Auch Gabriele Becker kommt in ihren Laden, um einen Eurojackpot-Schein abzugeben. „Man darf die Hoffnung nicht aufgeben“ sagt sie. Sie spiele fast jede Woche Lotto. „Aber ich spiele meist einen Quicktipp“, sagt sie. Während andere intuitiv Zahlen ankreuzen oder sich komplizierte Zahlenfolgen ausrechnen, lässt sie einfach den Computer durch einen Zufallsgenerator Zahlen wählen. „Ich hatte schon mal drei oder vier Richtige“, erzählt sie. Was sie mit so einem Riesengewinn machen würde? „Erstmal verreisen“, sagt Becker, „und dann etwas Gutes tun, spenden“.

Datenschutz über 500 Euro

„Sieben Kreuze muss man richtig haben, um den Jackpot zu knacken“, erklärt Norman Hoffmann, Inhaber des Pressehauses Tonollo. Auch mit sechs Kreuzen lassen sich heute bereits 20 Millionen Euro gewinnen. Zwei Euro müssen die Spieler pro angekreuztem Kästchen investieren. Ob bei ihm in der Annahmestelle schon mal jemand richtig viel Geld gewonnen hat, kann Hoffmann nicht sagen. „Uns werden nur Gewinnsummen bis 500 Euro angezeigt“, sagt er, alles darüber hinaus stehe unter dem Datenschutz.

„Ich habe schon erlebt, dass jemand viel Geld gewonnen hat“, sagt Jörg Wisotzki, Inhaber einer gleichnamigen Lottoannahmestelle in Duderstadt. Wieviel es genau gewesen sei, will er nicht verraten. Zum derzeitigen Jackpot sagt er: „Das ist eine Summe, da wird einem schwindelig.“ Über die Woche verteilt verzeichne auch er mehr Spieler.

Kein Riesenansturm

Auch Christian Bömeke erwartet eine „ganze Ecke mehr Spieler“ als sonst, „gerade vor Toreschluss“. Trotzdem glaubt der Inhaber des Geschäfts Püttcher in der Roten Straße nicht an einen großen Run. „Mittlerweile gibt es häufiger hohe Jackpots, sodass es keinen Riesenansturm gibt“, sagt er.

Das sei anders gewesen, als es nur alle paar Jahre so eine große Summe zu gewinnen gab. „Da stand der ganze Laden voll“, sagt Bömeke, die Leute hätten vor dem Geschäft und in den Zeitschriftenregalen ihre Zettel ausgefüllt. Trotzdem schätzt er, dass in dieser Woche 30 bis 50 Prozent mehr Scheine abgegeben werden. Ob ein Göttinger oder Duderstädter dann plötzlich zum Multimillionär wird, wird sich zeigen.

Gewinnsumme auf dem Höhepunkt

Seit bereits zehn Ziehungen ist die Gewinnklasse 1 des Eurojackpots unbesetzt - 90 Millionen Euro warten auf den Gewinner. Weil die Gewinnklasse bei dieser Summe gedeckelt wird, steht auch die Gewinnklasse 2 bei einer Rekordsumme von 20 Millionen Euro. Am Freitag um 18.50 Uhr schließt die Annahme der Scheine, etwa zwei Stunden später werden die Zahlen gezogen - und der mögliche Gewinner bekanntgegeben. Kurzentschlossene können entweder unter www.eurojackpot.de oder in den Göttinger und Duderstädter Lottoläden noch ihre Kreuze setzen. Gezogen wird in 17 verschiedenen europäischen Ländern.

Würde der Gewinn nach Deutschland gehen, wäre das der höchste Eurojackpot-Gewinn in der Geschichte des Landes - einmal wurden bereits rund 84,8 Millionen Euro gewonnen. Vergangene Woche wurden ein Deutscher und ein Finne Vierfach-Millionäre: Sie gewannen in der Gewinnklasse 2. Die Chancen, den Jackpot zu knacken, sind zwar verschwindend gering, aber zurzeit doch größer als sonst: „Mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 zu rund 6 Millionen bietet sich zur kommenden Ziehung eine so in Deutschland fast einmalige Gewinnkonstellation. Die zweite Gewinnklasse zu treffen ist rund 16-mal einfacher“, sagt Andreas Kötter, Chairman der Eurojackpot-Kooperation. hsc

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