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Wettbewerb für das Groner Tor

Sparkassen- und Hotelneubau Wettbewerb für das Groner Tor

Der Bauausschuss des Rates hat einen Wettbewerb für die Freiraumplanungen am Groner Tor auf den Weg gebracht. Einstimmig hat er den von der Verwaltung vorgelegten Rahmenbedingungen zugestimmt.

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Architekten-Skizze: Am Groner Tor soll eine Hotel- und Sparkassenneubau entstehen. Für die gestaltung der Freiflächen ist ein Wettbewerb geplant.

Quelle: EF

Göttingen. Mit dem Wettbewerb sollen die künftigen Außen- und Freianlagen auf der knapp 25000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Berliner Straße, Groner Landstraße und Bahndamm neu geplant werden. Auf dem Gelände ist der Neubau eines Hotels und eines Verwaltungsgebäudes der Sparkasse Göttingen geplant. Auch gibt es Pläne, das historische Gebäude der Zoologie der Uni zwischen dem Neubauareal und dem Bahnhof zu einem Forum Wissen für die Öffentlichkeit aufzuwerten.

Ziel des Wettbewerbs sei es, "Außenräume hoher Qualität und angemessener Atmosphäre" zu entwickeln. Es werde eine "einheitliche, identitätsstärkende und zusammenfassende Gestaltung der Freiflächen" erwartet, heißt es in der Verwaltungsvorlage. "Anmutung und Charakter der öffentlichen Räume sollen urban mit Aufenthaltsqualitäten und Verweilangeboten sein."

Die Wettbewerbsfläche gliedert sich in sieben Teilbereiche, für die der Wettbewerb folgende Vorgaben macht:

  1. Vorbereich an der Berliner Straße:  In dem Bereich "von herausragender städtebaulicher Bedeutung" gelte es, "in besonderem Maße, urbane Qualitäten in der Gestaltung zu entwickeln, die sowohl angemessene Verkehrswege und Aufenthaltsqualitäten für die allgemeine Öffentlichkeit als auch entsprechend repräsentative und einladende Vorbereiche für die beiden Gebäude bieten", heißt in der Verwaltungsvorlage.
  2. Vorbereich zur Groner Landstraße:  Auch hier werde "eine angemessene Gestaltung" erwartet. Besondere Aufmerksamkeit verlange die Nachbarschaft von Fußgängerverkehr und Fahrradweg.
  3. Vorbereich zum Bahnhofsvorplatz mit Busbahnhof:  Hier müssten vor allem verkehrliche Anforderungen erfüllt werden und die "heutigen Funktionalitäten" auch in der Zukunft gewährleistet bleiben.
  4. Vorbereich westliche Erschließungsstraße (Schwarzer Weg):  Hier sei eine "angemessene Beachtung der Westseite des Gebietes notwendig, auch wenn das nicht zur Verfügung stehende Grundstück in Fremdbesitz aus dem Wettbewerbsgebiet ausgenommen ist".
  5. Innenbereich Hotel:  Der Innenhof soll weitestgehend für Außengastronomie genutzt werden, es sei eine Fläche für rund 100 Sitzplätze vorzusehen.
  6. Innenbereich Sparkasse:  Fahnenmasten, Fahrradstellplätze, einen Bereich für Raucher, 
  7. eine Möglichkeit für kleinere Veranstaltungen, Installationsbereiche für Kunst und ein Skulpturengarten sollen hier unter anderem geplant werden.
  8. Innenbereich Forum Wissen:  Der Hof sollte auch für Veranstaltungen im Freien genutzt werden können.

Noch im Dezember soll der Wettbewerb ausgeschrieben werden. Nach Auswahl der Teilnehmer unter den eingegangenen Bewerbungen sollen die Arbeiten bis zum Mai abgegeben werden. Im Juni entscheidet in nicht-öffentlicher Sitzung eine Jury.

Die Wettbewerbskosten gibt die Verwaltung mit maximal 110000 Euro an. Diese würden zwischen den Projektpartnern Stadt, Uni und  der EBR Projektentwicklung GmbH geteilt. Bei einer städtischen Fläche von 13359 Quadratmetern betrage der kommunale Anteil 55732 Euro.

Radschnellweg bis nach Rosdorf

Der Ausbau des Radschnellweges soll im kommenden Jahr von Göttingen Richtung Rosdorf fortgeführt werden. Als erstes Teilstück ist die Strecke zwischen dem Rosdorfer Kreisel und dem Bahnhof geplant. Als schwierig erweist sich die Streckenführung im Bereich des Groner Tors.

Die Verwaltung schlägt dort eine zweispurige Führung des Radschnellwegs auf der Südseite der Groner Landstraße bis zur Eisenbahnbrücke vor. Von dort führt die Route Richtung Süden weiter entlang des heutigen Radweges bis zur Straße Am Gartetalbahnhof und weiter über Leine- und Eisenbahnstraße. Im Kreuzungsbereich des Groner Tors soll danach die freie Rechtsabbiegerspur von der Berliner Straße in die Groner Landstraße entfallen.

Der Verein Stadt und Planung hält vor allem die Kurvenführung am Ausgang des Eisenbahntunnels an der Groner Landstraße für problematisch. Fahrräder, die aus dem Tunnel kämen, sähen erst sehr spät die von rechts kommenden und sehr schnell fahrenden Radfahrer aus dem Durchgang vom Gartetalbahnhof, heißt es in einer Stellungnahme. Die Sicht betrage nur etwa zehn Meter. Auch berge der Durchgang zwischen Hochhaus und Bahndamm Sicherheitsprobleme, weil der Weg nicht vollständig eingesehen werden könne.

Christian Henze (SPD) schlug im Bauausschuss vor, den Radschnellweg zu teilen. Eine Trasse solle auf der von der Verwaltung vorgeschlagenen Route verlaufen, eine zweite entlang der Bürgerstraße weiter in den Rosdorfer Weg. Im Leineviertel könnten beide wieder zusammengeführt werden. So könnte die Akzeptanz eines Radschnellwegs weiter erhöht werden. Die Verwaltung will nun prüfen.

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