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Wichtiger Impuls für neues Quartier

Neubau fürs Göttinger Goethe-Institut vorgestellt Wichtiger Impuls für neues Quartier

Das Göttinger Goethe-Institut zieht in einen Neubau an der Güterbahnhofstraße. Der knapp 6,3 Millionen Euro teure Gebäude wird von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Göttingen (GWG) gebaut und zum Teil an das Institut vermietet. Wenn alles glatt läuft, kann das Institut 2017 einziehen.

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Hier soll der Neubau entstehen: Architekt Meyfahrt, GWG-Ausichtsratsmitglieder Ludwig Theuvsen, Wilhelm Gerhardy, Gerd Lifin, Franc Pfahl, GWG-Chefin Haufe, Oberbürgermeister Köhler, Helmi Bebehani und Goethe-Institus-Chefin Hofmann-Steinmetz (v.l.).

Quelle: CH

Göttingen. „Das Goethe-Institut passt zu Göttingen wie das Gänseliesel, wir wollen beide hier nicht missen“, sagt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) am Freitag. Gemeinsam mit Goethe-Instituts-Chefin Ulrike Hofmann-Steinmetz, GWG-Chefin Ursula Haufe und Vertretern des Aufsichtsrats der GWG stellte er die Pläne vor. Mit dem Neubau habe man einen wichtigen Impuls gesetzt, „das Quartier bekommt ein ganz neues Gesicht“, so Haufe.

Der Neubau, der nördlich des Restaurants Amavi entstehen soll, sei einstimmig im Aufsichtsrat beschlossen worden. Der Bereich Güterbahnhofstraße, den die Göttinger früher eher gemieden hätten, werde nun zu einem modernen „urbanen Standort“.  Haufe sieht dort weiteres Entwicklungspotential, Vorbild sei das Heidelberger Bahnstadt.

Hofmann-Steinmetz erklärte, dass die Unterstützung von Stadtverwaltung und GWG für das Institut in Göttingen „überlebenswichtig“ gewesen sei. Da sich das Institut selbst finanzieren müsse, brauche man Rahmenbedingungen, die zu finanzieren sind. Nun sei die Zukunft in Göttingen für die nächsten Jahre gesichert. Das sei zuvor keineswegs sicher gewesen. „Ich hoffe, dass die Bagger nun bald rollen, und wir 2017 im Neubau Weihnachten feiern können“, so die Instituts-Leiterin.

Die Nähe zum Bahnhof, zur Uni und zur Stadt da waren sich die Verantwortlichen einig, sei ideal. Zumal am gegenüberliegenden Bartholomäusbogen die Gästezimmer für die Goethe-Instituts-Schüler entstehen. Hofmann-Steinmetz: „Wir glauben an dieses Quartier“. Auch wenn sie schon gefragt worden sei, warum sie ausgerechnet „in die Bronx“ ziehe. Sie sprach von einem „Umzug in zwei Schritten“, denn die Gästezimmer sollen bereist 2016 genutzt werden, die Lehrräume dann nach Fertigstellung des Neubaus.

In das Gebäude, das das Büro „archConcept des Göttinger Architekten Stefan Meyfahrth entworfen hat, sollen neben dem Goethe-Institut als Mieter auch ein IT-Unternehmen und ein Gesundheits-Dienstleister einziehen. Köhler rechnet mit einer reinen Bauzeit von einem Jahr, laut Haufe sollen die Ausschreibungen jetzt zügig auf den Weg gebracht werden. Das Projekt, so Köhler, ist auch ein Zeichen dafür, „wie wichtig das Goethe-Institut für Göttingen ist“.

Auszug aus Fridtjof-Nansen-Haus

Noch hat das Göttinger Goethe-Institut seinen Sitz dem markanten, denkmalgeschützten  Fridtjof-Nansen-Haus an der Merkelstraße. So lange, bis der Neubau im Quartier „Alter Güterbahnhof“ steht, wird der Unterricht noch dort stattfinden. Das haben Institutsleiterin Ulrike Hofmann-Steinmetz und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler am Freitag „mündlich vertraglich vereinbart“, so Köhler. Das alte „bedeutende“ Gebäude ist im Besitz der Stadt und sanierungsbedürftig. „Wenn ich so in den Garten schaue, und die Schüler beim Grillen sehe, dann ist das schon schade“, so Hofmann-Steinmetz über den Umzug. Wenn sie daran denke, wie sie mit einem Eimer in die Bibliothek eilt, um einen Wasserschaden zu beheben, dann verlasse sie das aus aber mit einem „lachenden Auge“. Was nach dem Auszug des Goethe-Instituts mit dem Gebäude geschehe, sei noch völlig unklar, so Köhler.  Er wünscht sich, es an „private Hände“ abzugeben.

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