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Widerstand gegen NPD-Veranstaltungen in Heiligenstadt

Gegen Rechtsextreme Widerstand gegen NPD-Veranstaltungen in Heiligenstadt

Gegen zwei für Sonnabend geplante Kundgebungen der rechtsextremen NPD formiert sich in Heiligenstadt und in Göttingen Widerstand. Diese dürften nicht unkommentiert bleiben, sagte Norbert Sondermann, Sprecher des Heiligenstädter Bündnisses gegen Rechts und grüner Abgeordneter im thüringischen Landtag.

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Quelle: Schutt/dpa (Symbolfoto)

Heiligenstadt. „Wir rufen die Eichsfelder und diesmal insbesondere die Heiligenstädterinnen und Heiligenstädter auf, ihre Ablehnung von rechtsextremen Einstellungen deutlich zum Ausdruck zu bringen und ihren friedlichen Protest durch ihre Anwesenheit bei den Kundgebungen des Eichsfelder Bündnisses deutlich zu machen." Es gehe darum Solidarität mit Geflüchteten zu zeigen. Sondermann geht von rund 150 Teilnehmern aus. Das Bündnis gegen Rechts vertrete eher das bürgerliche Lager, das sich gegen Rechts stellt, sagte Sondermann.

Die NPD plant unter dem Titel "Nun ist Schluss. Heiligenstadt wehrt sich! Asylflut stoppen!" zwei Kundgebungen - ab 14 Uhr in dem Stadtteil Liethen, ab 16.30 Uhr an der ehemaligen Förderschule in der Theodor-Storm-Straße. Als Redner kündigt die NPD den "Russlanddeutschen" Viktor Seibel, die NPD-Kreistagsabgeordneten Monika Hirkow und Thorsten Heise sowie Matthias Fiedler, NPD-Abgeordneter im Rat der Stadt Heiligenstadt, an.

In dem Heiligenstädter Viertel Liethen seien bereits in einigen Wohnblöcken Flüchtlingsfamilien untergebracht, erläuterte Sondermann. Gleichzeitig lebten dort viele Russlanddeutsche. Durch eine auf Russisch angekündigte Rede Seibels wolle die NPD versuchen, diese für ihre Ziele zu gewinnen, vermutet Sondermann. Die Förderschule, der zweite NPD-Kundgebungsort, sei inzwischen geräumt worden und stehe als Unterkunft für Geflüchtete bereit.

Auch Göttinger Gruppen, darunter etwa das Anti-Atom-Plenum, die Grüne Jugend , die Jusos oder das Jugendzentrum Innenstadt, beteiligen an dem Bündnis “Talking is over”. Dieses hat für Sonnabend und Freitag, 25. September, zu "Antifa-Aktionstagen" im Eichsfeld aufgerufen. "Aufgrund der Verschärfung rechter Aktivitäten rund um das Förderzentrum in Heiligenstadt und in Anbetracht der aktuellen Situation in Deutschland sieht sich das Bündnis gezwungen, in die Offensive zu gehen", wie Pressesprecherin Katja Piloska betonte.

 “Wir wollen den Rechten zeigen, dass wir keine Übergriffe gegen Flüchtlinge zulassen werden”, so Piloska weiter. Sie lobt das Engagement für Geflüchtete im Eichsfeld, man müsse jedoch auch “von Anfang an klar machen, dass es eine Null-Toleranz-Grenze für rechte Propaganda und Gewalt gibt".

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