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Wie die Stadt nach dem Straso-Diebstahl hilft

Vorschuss als Kredit Wie die Stadt nach dem Straso-Diebstahl hilft

23 000 Euro sind dem Förderverein  Straßensozialarbeit gestohlen worden, Geld, dass nicht dem Verein, sondern den rund 100 von ihnen betreuten Obdachlosen oder Hilfsbedürftigen zusteht. Die Stadtverwaltung hat dem Verein nach dem Diebstahl mit einem legalen Trick geholfen: Sie zahlte den eigentlich bestohlenen Hilfeempfängern Vorschuss aus, den ihr Treuhänder (Förderverein) als Kredit zurückzahlt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. So beschreibt es Detlef Johannson, Pressesprecher der Stadt. Alle Leistungsempfänger, die eine Bescheinigung vorlegen konnten, dass auch ihr Geld mit der Summe von 23 000 Euro gestohlen worden ist, haben einen Vorschuss ausbezahlt bekommen, der auf das Konto des Fördervereins Straßensozialarbeit ging. Dieser wurde damit wieder auszahlungsfähig. Das „Darlehen zu verkraftbaren Konditionen“, so Johannson, müsse der Verein, nicht der Hilfeempfänger, zurückzahlen. Je mehr Spenden auf das extra eingerichtete Konto eingehen, umso eher könne der Verein zurückzahlen.

Es sei eine „unbürokratische Hilfe“, allerdings mit „nicht unerheblichem Verwaltungsaufwand“ gewesen, sagt Johannson. „Aber dafür sind wir da.“
Die Stadt wie auch die Straßensozialarbeit der evangelischen Kirche verweisen bei Spendenangeboten auf das Konto des Fördervereins. Dieser hatte sich im März von der eigentlichen Straso der Kirche getrennt und arbeitet nun parallel.

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