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Wiegmann neuer Gemeindebrandmeister

Friedland Wiegmann neuer Gemeindebrandmeister

Einen Wahlkrimi haben die Friedländer Ortsfeuerwehren hinter sich. Mit der Nachfolge für den zum 16. Juli nach zwölf Jahren ausscheidenden Gemeindebrandmeister Bernd Sievers taten sich die Ortsbrandmeister schwer. Erst nach fünf Wahlgängen stand Heiko Wiegmann aus Mollenfelde als Nachfolger fest – sein Stellvertreter fehlt noch.

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Neuer Feuerwehrchef: Heiko Wiegmann.

Quelle: PH

Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) sieht es positiv: „Wir sind dankbar, dass es so viele gibt, die diese schwierige Aufgabe übernehmen wollen und dafür qualifiziert sind.“ Allerdings: Die Brandmeisterwahl hat die Gemeinde auch vor eine Zerreißprobe gestellt. Der künftige Amtsinhaber wird keine leichte Aufgabe haben. Er muss integrieren, denn bei den Wahlen wurde die Kluft zwischen den großen, gut ausgerüsteten und personalstarken Wehren im Leinetal und denen in den kleinen Bergdörfern rechts und links des Tals deutlich. 

14 Ortswehren hat die Gemeinde. Alle 14 Ortsbrandmeister, aber nur zwölf der Stellvertreter – zwei sind nur kommissarisch im Amt – waren wahlberechtigt. Wer neuer Gemeindebrandmeister werden will, musste die qualifizierte Mehrheit von mindestens 14 Stimmen erringen.

Bei drei Kandidaten (Wolfram Matthies aus Reiffenhausen, Peter Lösel aus Niedernjesa und Heiko Wiegmann aus Mollenfelde) blockierten sich diese in drei Wahlgängen jeweils gegenseitig. Keiner der Kandidaten brachte es auf 14 Stimmen.

Rücktritt nach Wahlschlappe

Es folgte ein neuer Termin – diesmal nur noch mit Wiegmann und Lösel. Matthies hatte zurückgezogen – und legte in Reiffenhausen sogar sein Amt als Ortsbrandmeister nieder. Mit seiner Wahlniederlage, so betonte er, habe das aber nichts zu tun. Sein Nachfolger in Reiffenhausen wurde umgehend bestimmt: Es ist Thorsten Linne. Matthies bleibt aber Ausbildungsleiter in der Gemeinde.

Trotz nur noch zwei Kandidaten brauchten die 14 Wehren noch einmal zwei Wahlgänge, um den Gemeindebrandmeister zu finden. Weil sich offenbar diejenigen, die vorher Matthies unterstützt hatten, der Stimme enthielten, gab es bis zum fünften Wahlgang wieder keine 14-Stimmen-Mehrheit.  Wiegmann muss vom Rat noch formal berufen werden.

Auch die Wahl des Stellvertreters – Kandidaten waren der bisherige Amtsinhaber Karl Roßbach (Groß Schneen), Hartmut Göbel (Friedland), Achim Terna (Ballenhausen), Stefan Kroh (Groß Schneen) – musste nach ergebnislosem Wahlgang abgebrochen werden. Niemand kam auf 14 Stimmen. Ein zweiter Versuch steht für den 3. Juni auf der Tagsordnung. Dann aber kandidiert nur noch Göbel. Alle anderen haben zurückgezogen.

Von Jürgen Gückel

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