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„Wier“ will Bevölkerungsrückgang in Wibbecke und Erbsen konstruktiv begegnen

Nicht mit erhobenem Zeigefinger auftreten „Wier“ will Bevölkerungsrückgang in Wibbecke und Erbsen konstruktiv begegnen

Die Initiative „Wier im Wandel – Wibbecke und Erbsen“ hat in den vergangenen eineinhalb Jahren einiges auf die Beine gestellt: unter anderem einen großen Dorfmarkt organisiert, eine kleine Kunstausstellung gezeigt, eine Fahrrad-Demo mit mehr als 100 Teilnehmern ausgerichtet sowie Blühpflanzen ausgesät, die Bienen und anderen Insekten als Nahrung dienen sollen.

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Annelie Thieme (links) und Andrea Ströbele

Quelle: Hinzmann

Wibbecke/Erbsen. Zwar war nicht alles, was sie angestoßen hat, ein Erfolg. Beispielsweise haben sich viel weniger Dorfbewohner auf der Internet-Mitfahrzentrale „flinc“ angemeldet, als erhofft. Aber dennoch sind Annelie Thieme (Grüne, seit drei Jahren Ortsbürgermeisterin von Wibbecke) und Andrea Ströbele (Grünen-Ratsfrau in Wibbecke) mit den bisherigen Ergebnissen der Aktivitäten zufrieden: Es gehe in kleinen Schritten voran.

Aus der Taufe gehoben wurde „Wier“ im Anschluss an das Projekt „Dorf mit Zukunft“, das 2012 in Güntersen startete. Das Ziel der Initiative: vorhandene Strukturen zu stärken und neue zu entwickeln, um der Herausforderung des Bevölkerungsrückgangs konstruktiv zu begegnen. Dabei sei es wichtig, alle Bürger zu beteiligen, sagt Thieme. Es gab drei Dorfversammlungen, dazu seien mehrere Arbeitsgruppen gebildet worden. „Unsere Aktivitäten stellen keine Konkurrenz zu bereits vorhandenen und bestehenden Strukturen und Einrichtungen dar, sondern sollen als Ergänzungen dienen“, sagt Ströbele. Eines wolle die Initiative gewiss nicht: „mit dem erhobenen Zeigefinger auftreten und agieren.“

Sie wüssten, dass es recht theoretisch klinge, wenn sie von einem „lebendigen Prozess“ und von „Visionen, die sich im Fluss befinden“ sprechen würden, sagen die beiden Frauen. Aber es sei nun mal so, dass „Wier“ kein festes Programm habe, welches abgearbeitet werde, sondern laufend neue Ideen das Licht der Welt erblickten. Und die Initiative könne schon sehr konkrete Ergebnisse vorweisen. So habe sie dazu beigetragen, dass der Radweg zwischen Emmenhausen und Lenglern dieses Jahr endlich gebaut werde. Der Dorfmarkt im Juli habe viele Auswärtige angelockt, von denen sogar einige gefragt hätten, ob es im Dorf noch freie Wohnungen gebe.

Die nächste Veranstaltung von „Wier“ ist am 26. Februar im Dorfgemeinschaftshaus Wibbecke geplant. Das Thema: alt werden auf dem Dorf.

Von Hauke Rudolph

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