Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Wildschweine verwüsten Zeltlager Stolle

Metall Wildschweine verwüsten Zeltlager Stolle

Das Jugendlager Stolle oberhalb von Dahlenrode hat ein tierisches Problem: massenhaft Wildschweine. Jetzt soll ein Zaun rund ums Lager das Gelände vor den gefräßigen Besuchern schützen.

Voriger Artikel
Gruselkeller in Groß Schneen zu Halloween geöffnet
Nächster Artikel
Bürgerbus Göttingen-Ossenfeld als Chance

Biniam Maeckele (links) und Peter Rosenthal errichten einen Schutzzaun um das Gelände.

Quelle: Heller

Dahlenrode. Im vergangenen Winter, sagt Peter Rosenthal vom Stolle-Förderverein, „haben Wildschweine das ganze Areal verwüstet“. Die Folge: Weite Bereiche des weitläufigen Stolle-Geländes waren durchwühlt. Auf der Suche nach Engerlingen durchpflügen die Wildschweine mit ihren Schnauzen. So sei zum Beispiel der Fußballplatz überhaupt nicht mehr bespielbar gewesen: „Viel zu gefährlich“, sagt Rosenthal.

 
Mit dem bevorstehenden Winter droht die nächste Wildschwein-Invasion auf der Stolle. „Die Tiere gehen ganz systematisch vor“, sagt Rosenthal. „Ihr Lager haben sie unten im Wald. In den frühen Morgenstunden kommen sie dann und durchwühlen alles.“

 
Doch diesmal will der Förderverein den rabiaten Tieren einen Strich durch die Rechnung machen: mit einem Zaun. Bereits vorhandene Holzzäune wurden bereits verstärkt, jetzt soll das gesamte Areal mit einem Zaun aus vorgefertigten Metallelementen und standardisierten Betonsockeln wildschweinsicher gemacht werden. Elektrozaun oder Abschießen sind für Rosenthal keine Alternativen.

 
Mit dem Metallzaun angefangen hat Rosenthal bereits. Der Stolle-Förderer arbeitet mit Biniam Maeckele zusammen, einem Flüchtling aus Eritrea, der Ende 2014 nach Deutschland kam. Manchmal helfen auch drei Freunde Maeckeles, ebenfalls Flüchtlinge aus Eritrea, dabei, die Stolle wieder instand zu setzen und den Zaun rund ums Gelände zu ziehen. Ihnen macht es Spaß, in der frischen Luft anzupacken, statt in ihrer Unterkunft herumzusitzen, sagt Maeckele.

 
Doch die mindestens 800 Meter Zaun bedeuten viel Arbeit. Daher suchen Rosenthal und Maeckele noch einige ehrenamtliche Helfer. Wer Lust hat, mit anzupacken, kann sich bei Rosenthal unter der Telefonnummer 05 51 / 3 45 27 oder beim Kreissportbund (KSB) Göttingen, E-Mail, melden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016