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Willi Weitzel mit „Willis wilde Wege“ im Göttinger Cinemaxx

Zu Fuß über die Alpen Willi Weitzel mit „Willis wilde Wege“ im Göttinger Cinemaxx

Ein Feuer knistert, Tiere nähern sich in der stockfinsteren Nacht. Die siebenjährige Sabrina und ihre Freundinnen wollen auf keinen Fall etwas verpassen. Deswegen haben sie sich auch die Kindersitze für die Kinosessel im Cinemaxx geholt.

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Reportagen für Kinder und auch Erwachsene: Willi Weitzel berichtet über seine Reisen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Marvin muss kurz vorher noch einmal auf Toilette. Grund für die Aufregung ist aber kein Kinofilm, sondern der Auftritt von Willi Weitzel. Wie spannend nicht nur das Wandern über den Traumpfad in den Alpen, sondern auch eine Nacht im heimischen Wald sein kann, zeigt der Reporter bei seinem Vortrag.

Weitzel moderiert unter anderem die auf Sachthemen ausgerichtete Kindersendung „Willi wills wissen“. Nun hat er im Kinosaal über „Willis wilde Wege“ berichtet.

„Ich habe gelesen, dass in Göttingen jeder Fünfte studiert“, sagt Weitzel. Im Kinosaal meldet sich aber niemand, als der Journalist fragt, wer denn gerade an einer Hochschule eingeschrieben ist. Kein Wunder, denn Willi will mit seinen Geschichten eher Kindern auf lustige Weise Wissen vermitteln.

So kommt er auf den Traumpfad zu sprechen. Der Fernwanderweg führt von München über die Alpen nach Venedig. 550 Kilometer und 22 000 Höhenmeter hat Weitzel in vier Wochen überwunden und präsentiert die entsprechenden Fotos als Beweis. Oder sein kleiner Videobeitrag, in dem der 42-Jährige als „Lachyogi“ auftritt, der alle zum Mitmachen animiert. „Kinder lachen 400 Mal am Tag“, sagt Weitzels indisches Pendant, „Erwachsene hingegen nur 20 Mal“.

Aber auch ernstere Themen spricht der Reporter an. So habe er zusammen mit über 1000 Kindern einen Lastwagen mit Hilfsgütern beladen, um diese zu Flüchtlingskindern an die syrische Grenze zu bringen. Weitzel will seine Zuhörer sensibilisieren und spricht auch unbequeme Wahrheiten aus: „Flucht ist schrecklich.“ Und: „Jeder Mensch kann zum Flüchtling werden.“

Von Friedrich Schmidt

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