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Windkraft: 50 Bürger im Rosdorfer Bauausschuss

Abstand von 1000 Metern bleibt Windkraft: 50 Bürger im Rosdorfer Bauausschuss

Das Thema Windkraft polarisiert. Das hat auch die jüngste Sitzung des Rosdorfer Bauausschusses am Dienstagabend gezeigt. Rund 50 Bürger, darunter viele aus Sieboldshausen, waren gekommen und harrten mehrere Stunden aus.

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Quelle: dapd (Symbolfoto)

Rosdorf. Schließlich ging es um die Abwägung der im frühzeitigen Beteiligungsverfahren vorgebrachten Hinweise – und alleine 315 davon kamen von Bürgern.

Hintergrund ist die Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Rosdorf zur Steuerung der Ansiedlung von Windkraftanlagen. Damit sollen Vorrangflächen für Windräder geschaffen werden. Übrig bleiben würde nach derzeitigem Stand eine Fläche im Leinetal zwischen Rosdorf und Sieboldshausen.

Der Ausschussvorsitzende Christian Frölich (CDU) erinnerte eingangs daran, dass beinahe überall in der Gemeinde Windräder gebaut werden könnten, wenn man keine Vorrangflächen festlege. Außerdem wolle die Politik die Bürger beteiligen. Das Planungsbüro Puche hatte die 315 Hinweise der Bürger und 16 Hinweise von Behörden abgewogen. Im Ausschuss wurden sie aufgeteilt nach Themengebieten einzeln vorgestellt und diskutiert. Hauptsächlich ging es bei den Hinweisen aus der Bevölkerung um den Abstand der Windräder zur Wohnbebauung, mögliche Gesundheitsgefährdungen, die Zerstörung des Landschaftsbildes und die Einschränkung der Lebensqualität.

Unter anderem wurde gefordert, den Abstand der Anlagen zu Wohnhäusern auf mehrere tausend Meter auszudehnen. Das hätten die Politiker auch gerne getan, wie Vertreter aller Parteien sagten. Das aber gehe nicht, weil es dann keine Flächen mehr gebe, die man ausweisen könne, sagte Dirk Puche. Damit sei die Rechtssicherheit nicht gegeben, folgerte Christoph Sachse (SPD). Immerhin habe man den Abstand bereits auf 1000 Meter erhöht, sagte Martin Fichtler (Grüne). Mehr sei nicht drin, wenn man die Planung nicht gefährden wolle. Andernfalls wären die Folgen verheerend: „mehr Anlagen, größere Flächen, dichter an Dörfern“.

Der Bauausschuss stimmte am Ende dem Entwurf in der Form, wie er abgewogen wurde, einstimmig zu. Die Verwaltung soll ihn für die Dauer eines Monats auslegen. Der Verwaltungsausschuss muss noch zustimmen.

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