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Windkraft sorgt für Ärger im Landkreis Göttingen

Landkreis Göttingen, Adelebsen und Friedland wehren sich gegen nordhessische Pläne Windkraft sorgt für Ärger im Landkreis Göttingen

Zwischen dem Landkreis Göttingen und Nordhessen gibt es Streit. Es geht um die Ausweisung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung.

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Windkraft sorgt für Aärger im Landkreis Göttingen

Quelle: dpa

Göttingen/Kassel. Dazu hat die Regionalversammlung Nordhessen den Entwurf zu einem „Teilregionalplan Energie Nordhessen“ vorgelegt.

Ein Problem dabei: Anders als in Niedersachsen sind in Hessen Windenergie-Vorranggebiete in Waldgebieten zulässig. Während der Landkreis Göttingen die Umgebung seiner Wälder vor negativen Auswirkungen von Windenergieanlagen schützen will, haben die Hessen ihre Vorranggebiete bis an die Grenze zum Landkreis Göttingen ausgedehnt.

So sieht die Göttinger Kreisverwaltung unter anderem die Belange Hann. Mündens berührt. „Aufgrund ihrer besonderen landschaftlichen Lage und städtebaulichen Situation und Ausstattung“, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber dem Regierungspräsidium Kassel, „wurde der Stadt Hann. Münden (laut Regionalem Raumordnungsprogramm – Anm. d. Red) die Funktion eines Standortes mit der besonderen Entwicklungsaufgabe Erholung als auch eines Standortes mit der besonderen Entwicklungsaufgabe Tourismus/Fremdenverkehr zugewiesen.“

Dazu gehöre auch „die Tillyschanze als Bestandteil der Stadt und der Stadtsilhouette“. Diese Eigenschaften, so der Landkreis, dürften mit Blick  auf solche vorrangigen Erholungsfunktionen „durch technisch dominierte Bauwerke (in Form von Windkraftanlagen) nicht überprägt werden“. Außerdem würden durch die hessischen Pläne die vom Landkreis Göttingen verfolgten Schutzwirkungen beispielsweise für Rotmilane und Uhus beeinträchtigt.

Neben dem Landkreis Göttingen haben auch die Gemeinde Friedland und der Flecken Adelebsen Bedenken gegen die hessischen Pläne angemeldet. Adelebsens Bürgermeister Holger Frase (SPD) erklärt, das von Hessen geplante Vorranggebiet rücke zu nahe an das Adelebser Vorranggebiet bei Eberhausen heran. Die Friedländer Gemeindeverwaltung erklärt, gleich drei hessische Vorranggebiete lägen so nahe an Mollenfelde und Deiderode, dass „eine permanente optische Beeinflussung (Flügelbewegungen) der Friedländer Wohnbevölkerung in den Ortschaften gegeben sein wird“.

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