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Windkraftgegner diskutieren im Dransfelder Bauausschuss

Einstimmig für kleinere Flächen Windkraftgegner diskutieren im Dransfelder Bauausschuss

Eine Stunde lang haben Windkraftgegner Gerd Kruse vom Hamburger Planungsbüro Elberg und Dransfelds Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) mit Fragen konfrontiert. Auf der Tagesordnung des Bau-, Planungs- und Umweltsausschusses der Samtgemeinde stand die Ausweisung von Sondergebieten für Windenergienutzung im Flächennutzungsplan.

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Quelle: Kunze/Archiv (Symbolbild)

Dransfeld. Am Ende stimmte der Ausschuss ohne Gegenstimmen und Enthaltungen für Kruses Ausarbeitung. Die Flächen sind, im Vergleich zu ersten Entwürfen, deutlich verkleinert worden.

Zwischen Dransfeld und Imbsen sollen nun 20,3 Hektar für Windräder ausgewiesen werden. Drei weitere Anlagen sind damit möglich sowie eine vierte auf der anderen Straßenseite im Bürgerwindpark. Ursprünglich war von 35 Hektar die Rede gewesen. Unter anderem wurde ein Abstand von 600 Metern zu einem Einzelgehöft geschaffen. Von den 81 Hektar, die in Jühnde vorgesehen waren, sind noch 44 Hektar für fünf Anlagen übrig geblieben. Grund der Verkleinerung der Flächen ist ein Rotmilan-Vorkommen. Die Windräder in Jühnde werden aufgrund von Fledermauspopulationen in mehr als 100 Meter Höhe mit Horchboxen ausgestattet, kündigte Kruse an. Sollten die Tiere gestört werden, müssten die Räder während bestimmter Zeiten abgeschaltet werden. Vom Tisch ist das 28 Hektar große Gebiet südlich von Varlosen. Die Samtgemeinde legt die Pläne nun zusammen mit dem Umweltbericht, den das Planungsbüro angefertigt hat, und weiteren Unterlagen vom 13. März bis 30. April im Rathaus zur Einsicht aus. Eigentlich wären nur vier Wochen nötig. Weil in diese Zeit aber die Osterferien fallen, verlängert die Kommune die Frist, erklärte Eilers. Am Mittwoch, 15. April, 18 Uhr gibt es in der Dransfelder Stadthalle eine nformationsveranstaltung.

Kruse betonte auf Nachfrage des Naturschutzbundes, dass zwischenzeitlich eine Prüfung der Flora-Fauna-Habitatsverträglichkeit vorgenommen worden ist. Ein möglicher Schattenwurf der Windräder wird im Rahmen des Bauantrags geprüft.

Von Michael Casper

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