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Windrad in Deiderode samt Recht verkauft

Repowering war nicht möglich Windrad in Deiderode samt Recht verkauft

Fast zwei Jahrzehnte lang haben sich oberhalb von Deiderode vier Windräder gedreht – der älteste Windpark im Kreisgebiet. Jetzt stehen nur noch drei Anlagen. Die EAM GmbH hat ihr Windrad zum Jahresende 2014 stillgelegt und verkauft. Vergangene Woche wurde es abgebaut.

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Da waren es nur noch drei: Eines der vier Windräder bei Deiderode wurde jetzt nach 19 Jahren Stromerzeugung abgebaut.

Quelle: Reuter

Deiderode. 19 Jahre lang, so Pressesprecher Steffen Schulze von der EAM, sei die 230-Kilowatt-Anlage erfolgreich betrieben worden. Sie habe wirtschaftlich gearbeitet und sei auch für die Universität Kassel, die an der Anlage Forschung betrieb, ein Erfolg gewesen.

Allerdings hätte das Rad für eine weitere sinnvolle Nutzung modernisiert werden müssen. Ein Repowering, also ein Neubau an gleicher Stelle, war in diesem Gebiet aber nicht möglich. Drei der vier Standorte bei Deiderode liegen so nahe am Dorf, dass sie heute nicht mehr genehmigungsfähig wären. Außerdem gibt es in dem Bereich ein Rotmilan-Vorkommen.

Das Gelände ist zwar nach wie vor als Vorranggebiet ausgewiesen, darf aber nach dem Flächennutzungsplan nur mit kleinen, unbefeuerten Anlagen bebaut werden, wie sie heute überhaupt nicht mehr erstellt werden.

Die EAM habe sich entscheiden müssen, denn nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz war ein Repowering nur bis 31. Dezember möglich. Allerdings ist das Recht auf einen Neubau übertragbar. Deshalb hat die EAM Windrad und Recht an ein Unternehmen im Werra-Meisner-Keis verkauft, das im vergangenen Jahr bei Sontra eine moderne 2400-Kilowatt-Anlage errichtet hat.

Einen Standort für eine solche Anlage, so Schulze, gebe es im Kreis Göttingen derzeit nicht. Die Gemeinden seien bei der Aufstellung ihrer Vorranggebiete noch nicht so weit. Ob die alte Anlage verschrottet oder ins Ausland verkauft werden kann, ist noch offen.

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