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Windräder: Adelebser Rat will mehr Infos

Entscheidung über Eingaben der Bürger verschoben Windräder: Adelebser Rat will mehr Infos

Nach einem Gespräch mit Planern hat der Rat der Gemeinde Adelebsen im Hinblick auf die Ausweisung von neuen Windrad-Gebieten noch weiteren Informationsbedarf angemeldet. Das Thema Windräder stehe deshalb nicht auf der Tagesordnung des Bauausschusses am Donnerstag, 19. Februar, sagte Bürgermeister Holger Frase (SPD).

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Wo sollen neue Windräder im Flecken Adelebsen entstehen? Vor weiteren Entscheidungen will der Rat zusätzliche Informationen.

Quelle: Tietzek

Adelebsen. Im Rahmen des Vorverfahrens seien 699 Stellungnahmen aus der Bevölkerung abgegeben worden, so Frase. Das Planungsbüro Lange / Puche aus Northeim habe die Eingaben ausgewertet und seine Abwägungsvorschläge vorgestellt. Auf fast 150 Seiten werde zu jeder Stellungnahme Bezug genommen und ein Vorschlag unterbreitet. Um eine fundierte Entscheidung über die Abwägungen treffen zu können, hätten die Ratsmitglieder um ein Gespräch mit den Planern gebeten. Dabei habe sich herausgestellt, dass noch Informationen benötigt würden, so der Bürgermeister.

Die Gemeindeverwaltung werde nun mit dem Landkreis Belange des Denkmalschutzes und im Hinblick auf sogenannte weiche Tabuzonen klären. Ferner sei noch ein weiteres Gutachten notwendig, in dem es darum gehe, inwieweit Rotmilane durch die Windräder gefährdet seien. Erst wenn die noch offenen Fragen beantwortet seien, werde das Verfahren weiter betrieben werden. Der Bauausschuss werde über die Abwägungen daher frühestens in der Sitzung am Dienstag, 28. April, entscheiden. Nach der Abwägung im Bauausschuss sei beabsichtigt, die Unterlagen auf der Homepage der Gemeinde als Download zur Verfügung zu stellen. Jeder Bürger solle so die Möglichkeit erhalten, sich selbst ein Bild über die Eingaben und die Abwägungsvorschläge zu machen, erklärt der Bürgermeister.

Auch der Rat der Gemeinde entscheidet anschließend noch über den Vorentwurf. Ist dies erfolgt, beginnt das eigentliche Flächennutzungsplanverfahren. Erneut wird dann den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, sich zu dem Entwurf zu äußern. Auch dann würden wieder alle Eingaben sorgfältig abgewogen.

Frase begrüßte die Entscheidung der Ratsmitglieder, weitere Informationen einzufordern. „Hier wird gezeigt, dass verantwortungsvoll und gewissenhaft abgewogen wird. Ohne Zweifel ist allen klar, dass wir erneuerbare Energie brauchen und befürworten. Der uns zur Verfügung gestellte Handlungsspielraum, um eine ausgewogenen Koexistenz zwischen Windrad, Tier und Mensch herbeizuführen, wird unter Abwägung aller erdenklichen Planungsmöglichkeiten ausgenutzt. Dies geschieht mit dem Bürger und für den Bürger. Eine wirklich beispielhafte Leistung aller handelnden Akteure.“

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