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Windräder fast so hoch wie Fernsehturm

130 Meter hohe Anlagen Windräder fast so hoch wie Fernsehturm

„Deppoldshausen ist unter den elf Flächen, die die Göttinger Stadtverwaltung als mögliche Standorte für Windkraftanlagen vorschlägt, eine der besten“, meint Gerd Rappenecker, Vorstand der Stadtwerke Göttingen AG, einem der interessierten Investoren.

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Symbolbild: Windrad.

Quelle: SPF

Weende. Drei bis vier Anlagen mit einer Nabenhöhe von mehr als 130 Metern ließen sich auf dem Plateau oberhalb von Weende errichten. Niedrigere Anlagen rentierten sich nicht, stellte der technische Vorstand klar. Zum Vergleich: Der benachbarte, weithin sichtbare Fernsehturm ist 155 Meter hoch. Die Windkraftanlagen einschließlich ihrer Rotoren werden also deutlich größer sein.

Klar spricht sich der Stadtwerke-Vorstand gegen die von Anwohnern gewünschte Ausweitung des Mindestabstands zu den Wohngebäuden aus. Würde dieser von den vorgesehenen 500 auf 1000 Meter erhöht, ließen sich bei Deppoldshausen nur noch eine, vielleicht noch zwei der jeweils fünf Millionen Euro teuren Anlagen bauen. Damit würde sich aber die Schaffung der benötigten Infrastruktur, Zuwegung und Netzanschluss, nicht mehr rechnen. Auch fielen dann die windstärksten Höhenlagen fort.

Bei einer Ausweitung der Mindestabstände in Deppoldshausen müsste das auch an anderen vorgeschlagenen Standorten erfolgen, führt Rappenecker aus. Damit würden sich die Flächen insgesamt derart verkleinern, dass ein potentieller Investor mit guten Erfolgsaussichten gegen die „Verhinderungsplanung“ der Stadt klagen könne. Dann würden Windkraftanlagen ohne städtische Steuerung überall dort entstehen, wo sich die deutlich weniger strengen gesetzlichen Vorgaben erfüllen ließen.

Diese Warnung stieß beim Ortsrat Weende auf offene Ohren. Selbst die CDU, die am lautesten Bedenken äußert, stimmte am Ende für die Einleitung eines Verfahrens, bei dem die elf Standorte in einem Teilflächennutzungsplan festgeschrieben werden sollen.

mic

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In der Debatte um neue Windräder liegen jetzt die Vorschläge der Stadtverwaltung für mögliche Standorte im Stadtgebiet vor. Zwölf Flächen eignen sich danach unter bestimmten Kriterien. Welche Bereiche von Investoren genutzt werden können, soll im Flächennutzungsplan festgeschrieben werden. Das Verfahren beginnt am Donnerstag, 4. Oktober, im Bauausschuss.

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