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Winterdienst für viele Göttinger billiger

Gebühr für Straßenreinigung steigt Winterdienst für viele Göttinger billiger

Für viele Hausbesitzer und ihre Mieter dürfte die schlechte Nachricht überwiegen: Die Straßenreinigung in der Stadt Göttingen wird ab 2015 teurer. Das trifft die Bewohner der Kernstadt und der großen Ortsteile wie Holtensen, Weende und Geismar.

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Für den Winterdienst auf einsamen Straßen wie hier Richtung Esebeck muss die Stadt jetzt Gebühren an sich selbst zahlen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Die Bewohner der Kleinen Dörfer bleiben außen vor, sie reinigen ihre Straßen und Wege selbst. Unterschiedlich sieht es beim Winterdienst aus: Der deckt die gesamte Stadt ab und wird – das ist die gute Nachricht – für viele billiger. Allerdings nur, wenn ihre Straße in die Winterdienstklassen A bis C eingruppiert ist. Für Grundbesitzer „in Wohngebieten in ebenen Lagen mit geringem Verkehr“ (Klasse D) erhöht sich die Gebühr.

An diesem Dienstag wollen die Entsorgungsbetriebe ihre neuen Kalkulationen und Gebührensätze im Fachausschuss des Rates für Umweltdienste vorstellen. Die Details vorweg: 8,6 Prozent mehr sollen Grundbesitzer für die Straßen- und Wegereinigung zahlen. Die Entsorgungsbetriebe begründen das mit steigenden Kosten, vor allem durch drei zusätzlich erforderliche Personalstellen.

In der Klasse I mit wöchentlicher Reinigung beträgt die Gebühr dann 4,06 statt 3,74 Euro je Frontmeter Grundstück. In den weiteren Klassen erhöht sich die Gebühr von 7,48 auf 8,12 Euro (zweimalige Reinigung), von 11,22 auf 12,18 Euro (dreimal wöchentlich) und von 26,18 auf 28,42 Euro (tägliche Reinigung/Innenstadt). Für ein zehn Meter breites Grundstück werden damit pro Jahr 40,60 statt 37,40 Euro fällig.

Stadt muss für Streueinsatz auch an sich selbst zahlen

Ein Gerichtsurteil vom Sommer sorgt dafür, dass die Winterdienstgebühr in drei von vier Räumklassen  um drei bis 6,8 Prozent sinkt. Danach darf die Stadt die Räum- und Streukosten auf einsamen Verbindungsstraße zu ihren Dörfern nicht mehr auf alle Gebührenzahler umlegen. Bürger hatten gegen diese langjährige Praxis geklagt.

Jetzt muss die Stadt zum Beispiel selbst für den Schneedienst auf der Straße von Elliehausen nach Esebeck Geld an ihre eigenen Entsorgungsbetriebe zahlen. Dadurch wird es für die Gemeinschaft überwiegend günstiger. An Hauptstraßen und Strecken der Busse (Winterdienstklasse A) zum Beispiel sinkt sie von 2,99 auf 2,83 Euro je Frontmeter. Draufzahlen müssen allerdings Anwohner von Nebenstraßen der Klasse D.

Hier steigt die Gebühr von 0,22 Euro je Frontmeter und Jahr auf 0,25 Euro. Zugegeben: mit 2,50 statt 2,20 Euro für ein zehn Meter breites Grundstücke ein kleiner Betrag. Zum Vergleich ein Blick auf Hildesheim: Laut Interneteintrag beträgt die Straßenreinigungsgebühr dort bei wöchentlicher Reinigung 2,69 Euro. Die Winterdienstgebühr liegt – je nach Räumklasse – zwischen 0,17 und 0,77 Euro je Meter.

Der Betriebsausschuss für Umweltdienste tagt am Dienstag, 25. November, ab 16 Uhr in Raum 118 im Neuen Rathaus.
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