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Wissenschaftliche Arbeit in Friedland beginnt

„Friedländer Gespräche“ Wissenschaftliche Arbeit in Friedland beginnt

Das Grenzdurchgangslager soll zum Museum, zum außerschulischen Lernort und zu einer Forschungsstätte werden. Den ersten Einstieg in wissenschaftliche Diskurse gibt es am Dienstag, 9. Oktober. 

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Künftiges Museum und Tagungsstätte: Im Sozialgebäude (links) findet das erste Symposium „Friedländer Gespräche“ statt.

Quelle: Heller

Friedland. Einen ganzen Tag lang berichten und diskutieren hochkarätige Historiker mit Zeitzeugen und Gästen zum Thema „Heimkehr nach Deutschland?“. Dabei geht es um „Aussiedlerzuwanderung als Migrationsgeschichte“ und um „Perspektiven auf Integration, Ausschluss und Identität“.

Friedland, wo in den nächsten Wochen mit dem Bau des Museums begonnen wird, hat seit 1950 den größten Teil jener 4,5 Millionen Aussiedler aufgenommen, die als Angehörige deutscher Minderheiten aus Osteuropa oder den Republiken der Sowjetunion in die Bundesrepublik kamen, um eine neue Existenz aufzubauen.

War es für diese Spätaussiedler ein Neustart in Freiheit oder nur der „Mythos der schnellen Integration“, wie 1986 der Sozialwissenschaftler Paul Lüttinger schrieb? Unter Moderation von Matthias Weber, Professor am Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, diskutieren Experten vor 120 Teilnehmern. Wer daran Interesse hat, kann sich noch unter Telefon  05 11 / 1 20 46 56 oder oliver.krueger@mi.niedersachsen.de bei Projektleiter Oliver Krüger vom Innenministerium um die Teilnahme bewerben.

Krüger hat auch jüngst im Rat der Gemeinde das Museumsprojekt vorgestellt. Startschuss für den Ausbau zum Museum wird am 16. November ein Tag der offenen Tür im Lager sein. Dann wird erstmals der vom Land erworbene Bahnhof geöffnet und die Pläne des Ausbaus werden vorgestellt. Rund 20 Menschen mit gut zehn Vollzeitstellen, so Krüger, werde das küftige Museum Arbeit geben.

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