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Wochenendkolumne von Christoph Oppermann

Mauern ins Rathaus Wochenendkolumne von Christoph Oppermann

Das ist wirklich das letzte Mal, dass ich etwas zum Sockel vorm Bahnhof schreibe. Ziemlich sicher. Also, wenn nichts dazwischenkommt, könnte ich’s mir eventuell verkneifen. Wird aber nicht einfach.

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Stellvertretender Chefredakteur des Tageblatts: Christoph Oppermann

Quelle: Heller

Göttingen. Der Reiz ist einfach unerträglich groß. Heute. Heute beispielsweise konnte ich der Versuchung nicht widerstehen.

Zum ersten Mal geht der Bau des Klotzes in die richtige Richtung. Zaun drum. Super. Noch nicht ganz das richtige Modell, nur ein Bauzaun, ein Gitter, aber ein guter Anfang. Ein Zwei-Meter-Sichtschutzzaun wäre auch hübsch. Oder drei Meter. Aber was verlange ich von einer Stadt, die den Verkehr an der Groner Straße künstlich kompliziert gestaltet, um wie im Labor zuzusehen, wie sich die Versuchstiere neue Wege bahnen? Spitzenidee.

Vielleicht sollten wir den Spieß mal umdrehen und alle paar Tage mal im Rathaus neue Ytong-Mauern einziehen und alte herausreißen. Dazu ein paar Webcams im Verwaltungssitz installiert, und Göttingen erlebt eine ganz neue Form von „public viewing“ (Achtung, Sicker-Kalauer, das war einer für Anglistik-Feinschmecker).

Wenn ich schon beim Denkmals-Check der allerschönsten und -unterhaltsamsten Großstadt im Kreis Göttingen bin - was macht eigentlich der Kragenbär?

Wenn der Klotz am „Platz der skurrilen Züge“ im November (dieses Jahres) seine endgültige Darbietungsform erreicht hat, muss es schließlich noch etwas geben, worüber wir uns in dieser Stadt erbittert in die Haare geraten können.

Sie erreichen den Autor unter c.oppermann@goettinger-tageblatt.de und auf Twitter unter @tooppermann

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