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Wohlfahrtsverbände betreiben Flüchtlingswohnheim auf den Zietenterrassen

Neue Gesellschaft nimmt im August Betrieb auf Wohlfahrtsverbände betreiben Flüchtlingswohnheim auf den Zietenterrassen

Der künftige Betreiber des geplanten Flüchtlingswohnheims auf den Zietenterrassen steht fest. Die fünf Göttinger Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Deutsches Rote Kreuz und Paritätischer Wohlfahrtsverband, die gemeinsam ein Angebot an die Stadtverwaltung vorgelegt haben, haben den Zuschlag bekommen.

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Das Gelände des zukünftigen Wohnheims auf den Zietenterrassen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Das vorgelegte Angebot mit seinen inhaltlichen Konzepten habe die Kriterien der europaweiten Ausschreibung "vollumfänglich" erfüllt, kommentierte Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck am Freitag die Entscheidung der Verwaltung. Jetzt wollen die fünf Betreiber eine neue gemeinnützige Gesellschaft gründen. Ab August soll die Gesellschaft die Arbeit im Heim aufnehmen. Ab September sollen dort die ersten Flüchtlinge einziehen.

Ein „starkes Signal“ wollten sie senden und zeigen, dass sie „die Integration einer steigenden Zahl von Flüchtlingen als gemeinschaftliche Herausforderung aller“ verstehen, hatte Volker Bullwinkel, Geschäftsführer des Paritätischen, im April gesagt. Er nannte diesen „Schulterschluss“ einzigartig in Niedersachsen. „Im Gegensatz zu vielen privaten Anbietern ohne regionalen Bezug geht es uns nicht darum, mit Flüchtlingsunterkünften Geld zu verdienen, sondern darum, die Menschen willkommen zu heißen und erfolgreiche Integrationsarbeit zu leisten“, ergänzte DRK-Geschäftsführer Herbert van Loh.

In die dazugehörigen Leistungsbeschreibungen für den Betreiber waren zuletzt die Anregungen aus dem Sozialausschuss und des Integrationsrates eingearbeitet worden. Kritik hatte es zuvor an dem ursprünglich festgelegten Personalschlüssel mit bis zu vier Mitarbeitern gegeben. Jetzt ist von fünf Mitarbeitern die Rede: Heimleitung, Sozialpädagoge, Erzieher und Hausmeister sollen um einen weiteren Sozialpädagogen ergänzt werden.

Am Freitag hat die Stadtverwaltung die Ausschreibung für den Betrieb des zweiten geplanten Flüchtlingswohnheims veröffentlicht. Im Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film im Nonnenstieg 72 sollen bis zu 150 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Unterkunft soll am 1. Oktober eröffnen.

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