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Wohnen in der City

Innenstadtleitbild Wohnen in der City

Die Stadt Göttingen hat nach 1970, 1975 und 1988 ein weiteres Innenstadtleitbild erarbeitet. Durch den veränderten Bedarf des Einzelhandels nach größeren Verkaufsflächen und durch die demographische Entwicklung gelte es, die Innenstadt an die veränderten Bedingungen anzupassen. Dazu wurden Konzepte zu verschiedenen Themen entwickelt. Diese sollen in einer zweiten Innenstadtkonferenz geprüft werden.

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Marktplatz: Die Aufenthaltsqualität von Straßen und Plätze in der City wird bemängelt.

Quelle: Hinzmann

In Göttingens Innenstadt leben etwa 8500 Bürger. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist dies im Vergleich eine hohe Wohndichte. Zurückzuführen sei das auf die Verbesserung der Wohnqualitäten, des Wohnumfeldes und die Festlegung von Wohnnutzungen in Bebauungsplänen. Dadurch sei ein Netz aus Wohnen, Arbeiten, Freizeit- und Kulturangeboten, Nahversorgung, Dienstleistungen und der medizinischen und sozialen Infrastruktur entstanden. Dies zusammen mache die Innenstadt zu einem belebten Ort. Allerdings gebe es noch immer Defizite, die mit dem Innenstadtleitbild abgebaut werden sollen. So fehlten wohnortnahe Spielplätze ebenso wie Abstellplätzen für Fahrräder und Anwohnerparkplätze. Auch gebe es in einigen Teilbereichen der Innenstadt eine sehr hohe Verkehrsbelastung.

Um diesen Schwächen entgegenzutreten, wurden von der Stadt Handlungsansätze aufgestellt. Diese sehen unter anderem vor, größere zusammenhängende Wohnbereiche zusammenzuschließen, die Infrastruktur anzupassen und die Erschließungsstraßen innerhalb des Wohngebietes zu Spielstraßen beziehungsweise verkehrsberuhigten Zonen umzuwandeln.
Weiter soll es in der Innenstadt „quartiersbezogene Bereiche“ geben, in denen unterschiedliche Prioritäten gesetzt werden: vorrangig Einzelhandel, Wohnen oder eine Mischform aus beiden. Erklärtes Ziel der Stadt: Die Zahl der Einwohner in der Innenstadt soll auf 9000 steigen.

Verbunden damit sollen attraktive Wohnungen und Quartiere geschaffen werden. Dabei soll eine „verschiedenartig zusammengesetzte Wohnbevölkerung“ gefördert werden, damit neben den Studenten, die zusammen mit den Personen zwischen 21 und 30 Jahren zur Zeit 45 Prozent der Innenstadt-Bewohner ausmachen, auch andere Bevölkerungsgruppen den Weg in die Wohnwelt der Innenstadt finden.

Weitere Themen des Innenstadtleitbildes stellt das Tageblatt bis zu der Konferenz vor.

Von Constanze Wüstefeld

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