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Wohnmobil-Mafia: Amtsgericht Northeim verurteilt 62-Jährigen

Betrug und Urkundenfälschung Wohnmobil-Mafia: Amtsgericht Northeim verurteilt 62-Jährigen

Wegen Betruges und Urkundenfälschung hat das Amtsgericht Northeim einen 62 Jahre alten Mann aus Hildesheim zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Weil die Tat zwei Jahre zurück liegt und er sich nichts mehr zu Schulden kommen ließ, wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Northeim. Der Hildesheimer hatte im Dezember 2012 in Hardegsen ein Wohnmobil mit gefälschten Papieren zu verkaufen versucht, das er zuvor in Viöl im Landkreis Friesland angemietet und unterschlagen hatte.

Damals bestand der Verdacht, dass eine bundesweit tätige Bande von Wohnmobil-Hehlern hinter dem Hardegser Fall steht. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren läuft immer noch bei der Staatsanwaltschaft Hildesheim. Deren Verdacht: Mindestens vier Wohnmobil-Verkäufe mit falschen Papieren gehen auf das Konto des 62-Jährigen. Gesamtschaden: mindestens 330 000 Euro.

Dem jetzt verurteilten Betrüger waren die Wohnmobil-Vermieter in einer konzertierten Aktion auf die Schliche gekommen. Wegen der sich häufenden Betrügereien informierten sich die Vermieter gegenseitig, wenn ein ausgeliehenes Reisemobil überfällig war. Wem dann bei den einschlägigen Internet-Verkaufsplattformen, bei Versteigerungen wie Ebay oder in Kleinanzeigen verdächtige Fahrzeuge auffielen, informierte die Polizei.

Sogleich Handschellen am Arm

So auch im Fall des Walter H. K. aus Hildesheim. Er hatte schon 2011 im bayerischen Ebern ein 145 000 Euro teures Wohnmobil angemietet, unterschlagen und bei Ebay für nur 70 000 Euro verkauft. Am 12. November 2012 mietete er in Viöl in Friesland unter dem falschem Namen Wolfgang K. ein anderes Gefährt: 150 000 Euro teuer.

Bei mobile.de wurde der Caravan der Marke Credo wenig später für 84 000 Euro angeboten. Am 3. Dezember wurde sich der Hildesheimer in Hardegsen mit zwei Käufern per Handschlag handelseinig – und hatte sogleich Handschellen am Arm. Die Käufer entpuppten sich als Polizisten. Ein Wohnmobil-Vermieter hatte die Fahnder auf die Fährte des Gauners gesetzt.

Allerdings gelang es offenbar bisher nicht, die Hintermänner zu ermitteln. Walter H. K. konnte sich im Amtsgericht als Einzeltäter darstellen, der aus Geldnot und begünstigt durch seine Alkoholabhängigkeit die Unterschlagung und den Betrug versucht habe. Das konnte ihm nicht widerlegt werden. Woher die falschen Papiere stammen, sagte er nicht. Deshalb wird nach den Hintermännern weiter gesucht.

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