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Wohnraum in Unistädten knapp

Städtetag in Göttingen Wohnraum in Unistädten knapp

Viele Städte haben mit der Unterbringung von Flüchtlingen zu kämpfen, Platz ist knapp. Preiswerter Wohnraum ist eben gefragt. Und das vor allem in den Hochschulstädten.

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In Göttingen ist der Wohnraum knapp.

Göttingen . Obwohl die Zahl neu ankommender Flüchtlinge deutlich gesunken ist, haben viele Kommunen nach Angaben des Niedersächsischen Städtetages kaum noch Platz für weitere Menschen. Besonders betroffen seien Hochschulstandorte wie Göttingen, Lüneburg oder Oldenburg, sagte Städtetags-Hauptgeschäftsführer Heiger Scholz der Deutschen Presse-Agentur.

Problemlage je nach Stadt unterschiedlich

Mit dem Thema Flüchtlinge wollen sich deshalb auch die Hauptverwaltungsbeamten der großen niedersächsischen Städte bei der Oberbürgermeisterkonferenz am Freitag in Göttingen befassen. "Die Flüchtlinge werden zwar - je nach Einwohnerzahl - gerecht auf die Städte verteilt", sagte Scholz. Die Problemlage sei in den einzelnen Städten dennoch unterschiedlich. "An Hochschulstandorten ist die Wohnraumsituation wegen der großen Nachfrage nach preiswertem Wohnraum jedenfalls deutlich angespannter als beispielsweise in Wilhelmshaven."

Die aktuellen Maßnahmen mehrerer Balkanstaaten, die derzeit so gut wie keine Flüchtlinge mehr passieren lassen, verschafften den Kommunen hierzulande allerdings eine gewisse Atempause, sagte Scholz. "Die Zugangszahlen der Flüchtlinge sind jedenfalls deutlich zurückgegangen." Es sei auch nicht damit zu rechnen, dass die Zugangszahlen kurzfristig wieder ähnliche Höhen erreichten wie im Herbst vergangenen Jahres.

Flüchtlingszuweisungen rückläufig

Das hofft auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler: "Derzeit sind zwar die Flüchtlingszuweisungen an die Stadt rückläufig", sagte der SPD-Politiker. Trotzdem gebe es kaum noch Wohnraumreserven. "Die Situation ist nach wie vor kritisch." Die OB-Konferenz will sich außer mit der Flüchtlingssituation auch mit der Finanzierung der Schülerbeförderung und dem Thema verkaufsoffene Sonntage befassen. dpa/lni

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