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Wohnungsgenossenschaft plant Neubau an B 27 in Weende

178 Apartments statt 55 Garagen Wohnungsgenossenschaft plant Neubau an B 27 in Weende

An der B 27 soll ein Apartmenthaus mit 178 Wohneinheiten für Studenten entstehen. Die 55 Garagen zwischen Bundesstraße und Rudolf-Stich-Weg sollen dafür abgerissen werden.

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Hier soll das Apartmenthaus entstehen: Die Garagen zwischen Rudolf-Stich-Weg und B 27 sollen dafür abgerissen werden.

Quelle: Heller

Göttingen/Weende. Vorgesehen ist eine fünfgeschossige Bauweise plus möglichem sechsten Staffelgeschoss. Das ist jedenfalls der Plan der Wohnungsgenossenschaft Göttingen. Die Politik findet das Vorhaben an sich gut. Doch es gibt auch Kritik. Das wurde jetzt im Bauausschuss deutlich.

Denn mit einem Wettbewerb möchte die Wohnungsgenossenschaft nun herausragende Entwürfe zur Umsetzung des Projekts von Architekten sammeln. Erst dann, so war es zumindest der Plan, sollte der Bebauungsplan entsprechend geändert werden. Das aber will die Politik nicht mitmachen. „Wir begrüßen, dass die Wohnungsgenossenschaft etwas gegen die Wohnungsnot unternehmen will“, sagte Franc Pfahl (SPD). Auch die Auslobung eines Wettbewerbs finde er gut. Wenn allerdings das Ergebnis vorliege, dürfe dies nicht eins zu eins durchgewunken werden. Das sei auch Tenor im Ortsrat Weende gewesen.

Ähnlich äußerte sich Hans Otto Arnold (CDU), der wie Pfahl auch Mitglied des Ortsrats Weende ist. „Der Wettbewerb ist okay, aber dass wir das Ergebnis dann einfach akzeptieren, das nicht“, sagte er. So sehe er zum Beispiel das geplante Parkraumkonzept kritisch. Demnach ist ein Stellplatzschlüssel von 1:6 vorgesehen, für jeweils sechs Wohneinheiten soll also ein Parkplatz vorgesehen werden. „Das ist nicht ausreichend. Schon jetzt herrscht in dem Gebiet ein großer Parkdruck“, sagte Arnold.

„Das ist nicht der richtige Weg“

Das Ergebnis des Wettbewerbs sollte nicht automatisch in den Bebauungsplan übernommen werden, forderte auch Ulrich Holefleisch (Grüne). Ein wenig fühle er sich an das Verfahren zur geplanten Wohnbebauung auf dem ehemaligen IWF-Gelände erinnert. „Das Problem sehen wir auch“, sagte Bauausschussvorsitzender Christian Henze (SPD). Daher müsse die Verwaltung parallel zum Wettbewerb „den Bebauungsplan in Auslegung bringen“. Nur so könne man die Öffentlichkeit rechtzeitig beteiligen und gleichzeitig planerische Sicherheit für die Wohnungsgenossenschaft schaffen.

„Das ist nicht der richtige Weg“, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Im Unterschied zum Vorgehen in Sachen IWF seien die Auslobungsunterlagen für den Wettbewerb in öffentlicher Sitzung präsentiert worden. Das sei nicht genug, sagte Arnold. Eine öffentliche Beteiligung und eine Info-Veranstaltung seien dringend notwendig „Ich habe selten so viele Anfragen zu einem Bauvorhaben bekommen.“

Am Ende gab es einen Kompromiss, mit dem auch die Vertreter der Wohnungsgenossenschaft leben konnten: Der Wettbewerb soll ausgerichtet werden, aber nur den Rahmenbedingungen der Auslobung wurde zugestimmt. Zudem soll die Verwaltung parallel dazu den Bebauungsplan fertigstellen.

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