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Wolbrechtshäuser Störche ausgeflogen

Storchennachwuchs Wolbrechtshäuser Störche ausgeflogen

Die Wolbrechtshäuser Störche sind ausgeflogen. Vor gut einer Woche nahmen zunächst vier der Vögel ihren Abschied. Einer kam abends noch zum Nest zurück. Seit Mitte der Woche ist auch er nicht mehr zu sehen. Nun heißt es, auf die Rückkehr der Storcheneltern im Frühjahr 2016 zu warten.

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Solch ein Sonnenuntergang mit Störchen ist Vergangenheit. Nun müssen die Wolbrechtshäuser auf das nächste Jahr warten. Leserfoto/Bretthauer

Wolbrechtshausen. Vor zehn Jahren sei das Nest errichtet worden, sagte Ortsbürgermeister Werner Thiele (CDU).

Denn im Dorf sei hin und wieder ein Storch gesichtet worden. Die Wolbrechtshäuser wollten den Vögeln in ihrem Dorf einen Nistplatz anbieten.

Hoffnung auf Nachwuchs gab es schon im Vorjahr. Ein Storchenpaar suchte sich das Nest zum Brüten aus. Doch das Warten auf Nachwuchs blieb vergeblich. Kleiner als der „Mann“ sei das Weibchen gewesen, kann sich Thiele gut erinnern. Vielleicht sei es noch zu jung gewesen. Erst mit drei Jahren seien Störche geschlechtsreif.

Groß war die Freude vieler Wolbrechtshäuser, als in diesem Frühjahr wieder ein Storchenpaar anhielt und in das Nest an der Dorfstraße einzog. Drei Storchenküken schlüpften Anfang Juni. Noch im selben Monat wurden sie beringt. Erste Flugübungen unternahmen sie Ende Juli. Nach rund drei Wochen brachen sie gen Süden auf.

Nach Auskunft von Storchenexperte Bernd Schulze aus Einbeck sei vermutlich der Vater noch am Nest geblieben. Er erzählt von rund 50000 Störchen, die schon jetzt über dem Bosporus in der Türkei gesichtet worden seien.

Kaum sind die Störche ausgeflogen, macht der Ortsbürgermeister schon Pläne für das kommende Jahr. Denn Störche seien nesttreue Tiere. So möchte Thiele für den nächsten Nachwuchs eine Webcam mit Blick ins Nest einrichten. Für die Finanzierung hofft Thiele nun auf Spenden.

Von Ute Lawrenz

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