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Dienberg weist Kritik von Möbelhändlern zurück

Diskussion um XXXL- und Poco-Märkte Dienberg weist Kritik von Möbelhändlern zurück

Stadtbaurat Thomas Dienberg hat die Kritik von fünf Möbelhändlern aus Göttingen und der Region an der geplanten Ansiedlung von XXXL und Poco in Göttingen zurückgewiesen. Sie hatten in einer Zeitungsanzeige vor allem die verwendeten Gutachten bemängelt.

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Die geplanten Einrichtungshäuser XXXL und Poco an der A7-Abfahrt Göttingen.

Quelle: r

Göttingen. "Kritik ist gut", sagte Dienberg in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Unsachliche Kritik sei es aber nicht. Die Möbelhändler warfen Dienberg, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und dem Vorsitzenden des Bauausschusses, Christian Henze (SPD), vor, "Lobbyarbeit für einen bekannten Göttinger Großinvestor" zu betreiben. Dienberg wies das als Diffamierung und Unterstellung zurück und kritisierte seinerseits die öffentliche Namensnennung in der Anzeige. Er betonte, anders als die Möbelhändler behaupten, stets sämtliche Informationen und die von anderer Stelle vorgebrachten Bedenken mitgeteilt zu haben. Erst in der Bauauschusssitzung am Donnerstag legte die Verwaltung auf Drängen der Politik eine Liste der eingegangenen Stellungnahmen zu der Möbelmarktansiedlung vor.

 

Dem Vorwurf, das von der Stadt beauftragte GMA-Gutachten weise "objektiv schwere Mängel" auf und widerspreche dem städtischen Einzelhandelskonzept, entgegnete Dienberg, dass beide, GMA und Einzelhandelskonzept, nach "anerkannten und belastbaren" Methoden erarbeiten wurden. Zudem verstoße die vorgesehene Änderung des Einzelhandelskonzeptes zugunsten der Möbelmarktansiedlung - die keineswegs an ein bestimmtes Unternehmen gekoppelt sei - nicht gegen das Landesraumordnungsprogramm. Sie sei mit dem Amt für regionale Landentwicklung und dem Landwirtschaftsministerium abgestimmt.

 

Dienberg räumte ein, dass es durch die Ansiedlung zu Umsatzverlagerungen in Göttingen und der Region kommen werde. Diese führten aber nicht zu "schädlichen städtebaulichen" Auswirkungen. Es könne nicht Aufgabe der Stadtverwaltung sein, bestehende Einzelhändler vor Konkurrenz zu schützen.

 

Zu den Möbelhäusern, die die Anzeige geschaltet haben, gehören: Bäucke (Northeim), Möbel Jäger, Küchen Total, Bono (alle Göttingen) und das Eichsfelder Möbelcenter (Gieboldehausen).

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