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Xlab in Göttingen: Schüler experimentieren

Viel Praxis Xlab in Göttingen: Schüler experimentieren

44 Schüler verbringen die Herbstferien in einem Camp des Göttinger Experimentallabors für junge Leute, Xlab. Die Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren nutzen die Freizeit, um sich mit dem Nervensystem, Zuckerstoffwechsel oder der Geschichte des Nobelpreises für Chemie zu befassen.

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Beim Physik-Camp im XLAB machen die Schüler Station im Biologie-Labor und lernen die von Physikern entwickelten Mikroskopie-Techniken in der Anwendung kennen. XLAB-Dozentin Dr. Kristina Wiege unterstützt beim exakten Pipettieren.

Quelle: Xlab

Göttingen. Und auch den Studienort Göttingen lernen die jungen Menschen, die aus ganz Deutschland kommen, kennen. Dabei werden sie, erzählt Schülerin Tugba Nur, von Studenten und Wissenschaftlern auf das Studium vorbereitet. Das Xlab gewährt in seinem Gebäude auf dem Nordcampus Schülern Einblicke in den Alltag eines Naturwissenschaftlers und ermöglicht die eigenständige Durchführung von Experimenten wie zum Beispiel dem Vermessen von Laserstrahlen. Aber wichtig sei auch, mit Studenten und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen, so Schülerin Nur. Sie sagt: „Ich habe keine Akademiker in der Familie. Im XLAB lerne ich nicht nur andere Schüler mit der gleichen Leidenschaft kennen, sondern auch Studenten und Wissenschaftler, die mir erklären, worauf es im Studium ankommt.“

Und Teilnehmer Yannick bewertet für sich die Möglichkeiten, selbst zu agieren als besonders hoch: „Wir haben ein eigenes Mikroskop aufgebaut und einen Laserstrahl vermessen. In der Schule wäre so viel Praxis nicht möglich gewesen. Die Wellenphysik wurde durch das Experimentieren plastischer und ich habe besser verstanden.“

Auch die Integration wird nach Xlab-Angaben durch die Camps gefördert: Drei Jugendliche aus Syrien und Afghanistan sind Teil der Gruppe und besonders dankbar für die Chance. Karim Mostafa Fathy hat bereits ein Semester in seinem Herkunftsland studiert. Er hat festgestellt, „im Xlab lernen wir an drei Tagen mehr als dort in einem Semester“. Um den jungen Leuten diese Erfahrungen zu ermöglichen, bereiten die Dozenten „in engem Austausch mit Kooperationspartnern in den Göttinger Forschungseinrichtungen die Kursprogramme zu aktuellen wissenschaftlichen Themen vor“, berichtet Prof. Eva-Maria Neher, Gründerin und Direktorin des Xlab. So befasse sich das Camp „Von Ernst Abbe zum Nobelpreis 2014“ mit der Entwicklung der STED-Mikroskopie des Göttinger Nobelpreisträgers Stefan Hell. Weitere Themen sind Neurobiologie und Systembiologie. Der Einsatz sei notwendig, so Neher, denn die Gesellschaft brauche junge Leute mit wissenschaftlichen Fähigkeiten, Leistungsbereitschaft und Begeisterung für die Forschung.

Von Karolin Basten

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