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Audi ganz vorn

Zahl der Autodiebstähle in der Region nimmt zu Audi ganz vorn

Die Region liegt im Trend: Wie in ganz Niedersachsen ist auch im Raum Göttingen die Zahl der Autodiebstähle gestiegen. Am beliebtestens: Modelle aus Ingolstadt.

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Bundesweit entstand den Versicherern im vergangenen Jahr in dem Bereich ein Schaden von 291 Millionen Euro.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Audi liegt auf Platz eins, BMW lag immer auf Platz zwei, VW auf Platz drei“, sagt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz zurvorläufigen Bilanz für das laufende Jahr wie auch zu den Zahlen für das vergangene Jahr. 2015 waren etwa die Hälfte der gestohlenen Fahrzeuge Audi-Modelle, drei Viertel davon A 4. „Dieser Trend“, meint Kaatz, „setzt sich bislang auch im Jahr 2016 fort. Rund die Hälfte der gestohlenen Fahrzeuge sind Audi-Modelle. Der A4 liegt aktuell vorn, gefolgt vom A 6.“ Danach kommen der A 3 und der Q 7.

Bei gestohlenen BMW-Fahrzeugen war die 5er-Reihe am beliebtesten, danach kommt in der Gunst der Autodiebe die 3-er Reihe. Trotz des Abgasskandals weiterhin von Dieben begehrt sind VW-Modelle, vor allem der Touran und der t5-Bulli, aber auch der Golf und der Kleintransporter Caddy. Als Entwicklung für die Gesamtzahlen des laufenden Jahres bis einschließlich August, meint Kaatz, „zeichnet sich analog zum Landestrend auch im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen bislang ein Anstieg der Totalentwendungen ab“. 

Keine guten Aussichten verspricht die Polizei-Diebstahlsstatistik für die letzten beiden Monate des Jahres: Allein vom 27. Oktober bis zum 14. Dezember vorigen Jahres wurden im Raum Göttingen 27 Autos gestohlen – proportional mehr als in den restlichen Monaten des Jahres 2015, in denen nur 48 Fahrzeuge verschwanden. 

In keinem anderen Bundesland ist die Zahl der Autodiebstähle so rasant gestiegen wie in Niedersachsen – um satte 18 Prozent. In Bremen blieb die Zahl der Diebstähle fast konstant, doch wuchs der Schaden deutlich. Teure Geländewagen waren besonders begehrt. Insgesamt seien 2015 in Niedersachsen 1795 versicherte Fahrzeuge entwendet worden, bilanziert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Im Jahr zuvor waren es noch 1526 gewesen. „Bundesweit verschwanden fast 19 000 Autos, das waren etwa vier Prozent mehr als im Vorjahr", sagt GDV-Sprecherin Kathrin Jarosch. "Ungefähr alle dreißig Minuten wird in Deutschland ein Auto entwendet."

Bundesweit entstand den Versicherern im vergangenen Jahr in dem Bereich ein Schaden von 291 Millionen Euro. Besonders beliebt bei Dieben waren teure Geländewagen. Absatzmärkte der Organisierten Kfz-Kriminalität sind laut Bundeskriminalamt vor allem Osteuropa sowie der Nahe und Mittlere Osten. Auch nach Westafrika werden Fahrzeuge verschoben. Erkenntnisse der Polizei weisen darauf hin, dass Tätergruppen zunehmend im gesamten Bundesgebiet sowie auch in anderen europäischen Staaten tätig werden. 

Am besten in die Garage

Um sich vor Diebstahl zu schützen, rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) dazu, das Auto möglichst sicher zu parken - am besten in einer abschließbaren Garage oder auf einem nicht-öffentlichen Parkplatz. Ist das nicht möglich, sollte das Auto in gut beleuchteten und belebten Straßen abgestellt werden. Auch bei kurzer Abwesenheit sollten der Schlüssel abgezogen und Scheiben, Türen, Schiebe- oder Cabrio-Dach geschlossen werden.

Der Rat der Versicherer: „Beim Abschließen mit der Fernbedienung auf das optische oder akustische Signal des Autos achten. Diebe können das Signal mithilfe von Funkblockern stören. Niemals sollten Originalpapiere und Zweitschlüssel im Auto aufbewahrt werden. Ist ein Schlüssel verschwunden, sofort handeln: „Steht das Auto in der Nähe, sollte es bewacht und wenn möglich an einen sicheren Ort gebracht werden. Danach sollte der Versicherer informiert und ein Schlüssel-Diebstahl bei der Polizei angezeigt werden."

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