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Zahl der Hepatitis-B-Fälle geht zurück

Welt-Hepatitis-Tag Zahl der Hepatitis-B-Fälle geht zurück

An der meldepflichtigen Virusinfektion Hepatitis B sind im ersten Halbjahr 2015 in Stadt und Landkreis Göttingen zwei Menschen erkrankt. Das hat das Robert Koch-Institut (RKI) ermittelt.

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Quelle: Warnecke/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. In ganz Niedersachsen seien im laufenden Jahr bislang 47 Personen erkrankt, teilt die Krankenkasse IKK Classic anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am Dienstag, 28. Juli, mit. Vor zehn Jahren gab es in Stadt und Landkreis Göttingen noch acht gemeldete Neuerkrankungen pro Jahr, im ganzen Land 296. „Seitdem“, sagt IKK-Sprecher Thomas Wiechert, „nehmen die Neuerkrankungen der akuten Hepatitis B deutschlandweit ab. Dies lässt sich zum Teil auf einen verbesserten Impfschutz in der Bevölkerung zurückführen.“

Nach Angaben der Krankenkasse hätten die im Jahr 1995 eingeführten generellen Schutzimpfungen im Säuglings- und Kindesalter ihre Wirkung nicht verfehlt. „Mehr als 90 Prozent der niedersächsischen Schulkinder haben einen vollständigen Schutz gegen das Hepatitis-B-Virus“, erläutert Wiechert.

Die Leberentzündung Typ B gehört weltweit zu den häufigsten durch Viren verursachten Infektionskrankheiten. Gut ein Drittel der Weltbevölkerung hat eine Hepatitis-B-Infektion durchgemacht oder leidet noch an der Leberentzündung. In Deutschland beträgt dieser Anteil etwa sieben Prozent. In den meisten Fällen heilt die akute Infektion mit dem Virus folgenlos aus. Bei etwa fünf Prozent der Betroffenen entwickelt sich aber eine chronische Leberentzündung, deren Behandlung schwierig ist. Im Fall eines chronischen Verlaufs droht Leberzirrhose und Leberkrebs.

Besonders gefährdet sind Neugeborene, denen die Mutter das Virus bei der Geburt übertragen hat, und Patienten mit einer Schwäche des Immunsystems. Hepatitis B hat eine hohe Ansteckungsgefahr über Blut- und Sexualkontakte. IKK-Sprecher Wiechert: „In Deutschland fehlen zuverlässige Zahlen, jedoch geht man noch immer von mehreren Hunderttausend chronisch Infizierten aus. Die Dunkelziffer ist sehr hoch, denn das Tückische an der Virushepatitis ist, dass viele Menschen gar nicht merken, dass sie unter Umständen seit Jahren betroffen sind.“

Warnende Beschwerden oder spezifische Symptome blieben oftmals lange aus. Erhöhte Leberwerte bei Routineuntersuchungen können ein erstes Warnsignal sein.

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