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Zahlungen an das Junge Theater gehen weiter

Beschluss des Kulturausschusses Zahlungen an das Junge Theater gehen weiter

Das Junge Theater in Göttingen kann in die nächste Spielzeit gehen. Der Kulturausschuss des Rates hat am Donnerstag, 12. August, einstimmig beschlossen, ab August bis zum Jahresende den monatlichen Gesamtzuschuss von 60 000 Euro weiterhin an das Theater zu zahlen (Tageblatt berichtete). Ohne diese Zustimmung hätte das Theater schließen müssen.

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Es kann vorerst weiter gehen: Im Jungen Theater in Göttingen haben die Proben für die neue Spielzeit bereits begonnen.

Quelle: Hinzmann

Während der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses machte Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck deutlich, dass der Insolvenzverwalter Burghard Wegener davon ausgehe, dass ein wirtschaftlicher Betrieb des Theaters möglich ist. Sie selbst bescheinigte dem Kulturbereich des JT, „erfolgreich“ gearbeitet zu haben. Daher sei die Stadt auch bereit, weiterhin die Zuschüsse zu zahlen. Schlapeit-Beck betonte aber auch, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine Erhöhung der Mittel geben werde.

Aus Reihen der Politik kam am Donnerstag einzig von FDP-Fraktionschef Wolfgang Thielbörger Kritik an Andreas Döring, gleichzeitig JT-Geschäftsführer und -Intendant, und dem JT-Aufsichtsrat: „Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben versagt“, sagte Thielbörger. Alle Grundsätze einer ordnungsgemäßen Kontrolle seien missachtet worden, die Buchführung sei desolat gewesen. Man könne daher jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. „Wir wollen das Theater erhalten, aber mit neuer Führung“, sagte Thielbörger. Schlapeit-Beck kündigte an, dass nun die Strukturen im Jungen Theater geprüft würden. Zum 1. Januar 2011 sei die Neugründung der Gesellschaft geplant. Der Förderverein habe sich dazu bereit erklärt. Eine „Facharbeitsgruppe“ werde nun eine neue Trägerkonstruktion entwickeln, so Schlapeit-Beck.

Am Montag entscheidet der Verwaltungsrat des Rates der Stadt, endgültig beschließt der Rat am 10. September über die Fortsetzung der Zuschusszahlungen. Ebenfalls am Montag berät der Kulturausschuss des Kreises über die Kreiszuschüsse an das Theater. Die Verwaltung schlägt vor, dass der im Juni getroffene Beschluss zum Abschluss eines Zuwendungsvertrages für die kommenden drei Jahre zunächst aufgehoben wird. Die weitere Entwicklung am Theater solle abgewartet werden. Wegen der Situation am Jungen Theater habe die Verwaltung den Zuwendungsvertrag bisher nicht abgeschlossen und den im Haushalt 2010 veranschlagten Zuwendungsbetrag von knapp 28 000 Euro noch nicht ausgezahlt, heißt es in einer Verwaltungsvorlage.

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