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Zander und Schleien gedeihen im trüben Wendebachsee-Wasser prächtig

Meterdicker Morast Zander und Schleien gedeihen im trüben Wendebachsee-Wasser prächtig

Als ausgesprochen mühsam und arbeitsaufwendig hat sich das Abfischen des Wendebachdstausees erwiesen, dessen Damm in diesem Winter und bis Ende 2015 umgebaut werden soll. Der teils mehrere Meter dicke Schlamm am Seegrund machte den ehrenamtlichen Helfern zu schaffen. Jetzt ziehen die Gewässerwarte des Sportangelclubs Göttingen (SpAK) Bilanz der mühseligen Fisch-Aktion.

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Wendebach fließt wieder durch den schlammigen Seegrund in seinem alten Bett.

Quelle: Meder

Niedernjesa. Etwa 3,5 Tonnen Fische sind gefangen und schonend in andere Vereinsgewässer (Kiesseen in Göttingen, Rosdorf, Klein Schneen und Schwarzer Teich bei Lindau) umquartiert worden.

Das waren mehr als 75 000 Tiere. Nur die jungen Weißfische, etwa 71 000 Exemplare, sind an acht Nachbarvereine abgegeben worden. Die vielen Zander wurden überwiegend in den Göttinger Kiessee gebracht, um dort den hohen Bestand an kleinen Weißfischen zu minimieren.

Registriert wurden von den Anglern 1600 Zander, davon viele offensichtlich aus eigenem Aufkommen. Prächtige, groß gewachsene Schleien vermehren sich ebenso in dem See. 480 Tiere wurden umgesetzt, davon viele in Größen von 50 bis 60 Zentimetern, eine Schleie gar von 70 Zentimetern. Und auch die Karpfen waren Prachtexemplare: 377 Schuppen- und 29 Spiegelkarpfen brachten allein 1,2 Tonnen auf die Waage, darunter Exemplare von bis zu zehn Kilogramm.

Für diese drei Fischarten ist der durch viele Schwemmstoffe meist trübe See offenbar ideal. Dass kein einziger Hecht gefunden wurde, unterstreicht das. Hechte brauchen klares Wasser.

Die Kehrseite:

Der viele Mulm lagert sich ab und hat im Laufe der Jahre (zuletzt wude 2001 entschlammt) eine bis zu drei Meter dicke Schlammschicht gebildet. Das erschwerte das Einfangen extrem. Alles musste vom Boot aus gemacht werden, weil man auch in Wathose im tiefen Schlamm keinen Stand gefunden hätte.

An der alten, im See versunkenen und jetzt wieder aufgetauchten Brücke gab es die größten Probleme, weil der Schlamm den Durchfluss verstopfte. Inzwischen hat der am Boden des leeren Sees verlaufende Wendebach aber sein altes Bett durch den Morast wieder gefunden. Die Angler hoffen nun, dass der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft (NLWKN)  sein Versprechen wahr macht, den See restlos zu entschlammen.

Ein sehr langes Wochenende, also vier Tage lang, wurde abgefischt. Danach kamen die Gewässerwarte Steffen Nabroth und Georg Weber noch dreimal zur Nachsuche, weil sich im engen Bett, das sich der Wendebach durch den Schlamm gegraben hat, immer noch Fische fanden.

Darunter 190 Aale, die sich gern im Mulm eingraben. Exotische Sonnenbarsche, wie von Tauchern bisher behauptet wurde, fanden sich in dem See allerdings nicht, stattdessen 800 große heimische Barsche. Aber auch drei ausgesetzte Goldfische. Die nahm einer der Angler mit in seinen Gartenteich.

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