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Zehn Bäume im Landschaftsschutzgebiet gefällt

Baumfrevel an der Herzberger Landstraße Zehn Bäume im Landschaftsschutzgebiet gefällt

Ein Fall von Baumfrevel beschäftigt derzeit die Göttinger Polizei und die Stadtverwaltung. Auf einem Grundstück an der Herzberger Landstraße im Landschaftsschutzgebiet wurden etwa zehn große Laubbäume gefällt – laut Landschaftsschutzverordnung ein „wesentlicher Eingriff“, der nicht gestattet ist.

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Bäume gefällt und Holz zum Teil gestohlen: So lautet der Vorwurf des Grundstückseigentümers.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Bäume hatten einen Umfang von immerhin 50 bis 60 Zentimetern.

Anfang Juni hatte sich der Eigentümer des Grundstücks, ein Bauunternehmer aus Rosdorf, beim Umweltamt der Stadt gemeldet und die Fällung der Bäume gemeldet. Er habe auch einen Verdacht: Auf dem Nachbargrundstück, damals ebenso verwildert wie sein eigenes, habe im Auftrag des dortigen Eigentümers ein Mann aus dem Eichsfeld mit seiner Firma aufgeräumt und dabei auf seinem Grundstück die Bäume versehentlich oder absichtlich gefällt.

Gegenüber dem Tageblatt erklärte der Rosdorfer Unternehmer jetzt, die Eichsfelder Firma habe Anfang vergangener Woche das Holz der gefällten Bäume, das immer noch auf seinem Grundstück gelagert habe, abtransportiert. Er habe zwar die Polizei alarmiert, die aber habe nicht reagiert – auch nicht, als das Holz auf dem Gelände der Eichsfelder Firma versteckt worden sei.

Polizeisprecherin Jasmin Kaatz weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Man sei umgehend ausgerückt, habe aber bislang keine verwertungsfähigen Ermittlungsergebnisse vorzuweisen. In der Sache werde weiter ermittelt.

Die Stadt wiederum erklärt, sie habe bislang auch nach Anhörung des Eigentümers kein Bußgeldverfahren einleiten können, „weil es zwar einen Verdacht des Eigentümers gibt, aber keinen Nachweis, der ein förmliches Verfahren rechtfertigen könnte“. Die Verwaltung warte jetzt auf „verwertbare“ Ermittlungsergebnisse der Polizei, teilt Stadt-Sprecher Detlef Johannson weiter mit. Erst dann könne die Stadt den Verstoß gegen die Landschaftsschutzverordnung ahnden.

Der Eichsfelder Unternehmer räumt gegenüber dem Tageblatt ein, auf dem Nachbargrundstück gearbeitet zu haben. Keinesfalls jedoch habe er die Grenze zum Grundstück, auf dem die Bäume gefällt wurden, überschritten. Erst recht habe er die Bäume nicht abgeholzt. Weiter wolle er sich nicht äußern.

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