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Zeitungshändler werben für regionale Berichterstattung

„Nimm dir die Zeitung“ Zeitungshändler werben für regionale Berichterstattung

Ein Fachgeschäft für elektrische Haushaltsgeräte betreibt Gabriele Tappe-Seufer in Rittmarshausen. Dabei ist ihr Laden, den es seit 1950 gibt und den sie seit 1991 leitet, viel mehr als das. Hier gibt es eigentlich alles, vom Fahrradreifen über den Einkochautomaten bis hin zur Grußkarte.

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Links: Hat den Bereich für Tageszeitungen und Magazine gerade erst erweitert: Sandra Kolbe.

Rechts: Breites Sortiment mit Tageszeitung: Gabriele Tappe-Seufer.

Quelle: Hinzmann/Heller

Göttingen / Rittmarshausen /Ebergötzen. Eine Postfiliale gehört auch noch dazu. „Nur so kann man den Laden halten“, sagt die 63-Jährige. Und dann sind da natürlich noch die Zeitungen und Zeitschriften. Viele Dorfbewohner haben das Tageblatt im Abo. Dennoch gibt es genügend Bürger, die kurz vorbeischauen und nach Lesestoff verlangen. „Ich habe eine richtige Stammkundschaft wegen der Zeitungen und Zeitschriften“, sagt Tappe-Seufer. Tageszeitungen hat sie wie viele andere Presseerzeugnisse immer vorrätig. „Besonderes bestelle ich.“

Das Tageblatt liest sie jeden Morgen, am liebsten den Regionalteil und die Politik. „Das muss schon sein, auch wenn ich bis 8 Uhr damit fertig sein muss, dann öffne ich den Laden “, sagt die 63-Jährige. Darum unterstützt sie die Kampagne „Nimm dir die Zeitung“ – wie rund 60 andere Händler in der Region auch. Dazu stellt sie einen Aufsteller in ihren Laden und setzt die Tageszeitung besonders in Szene. „Da mache ich gerne mit, so fällt die Tageszeitung noch besser ins Auge.“

Die Kampagne der Presse-Grossisten und Vertriebs-Service-Gruppen soll die regionale Berichterstattung unterstreichen, für Qualitätsjournalismus werben und die lokalen Hintergrundberichte in den Vordergrund stellen. Einzelhändler haben dazu passende Werbemittel bekommen.

„Ich muss eben immer alles wissen“

Darauf setzen auch Elena und Stefan Keßler in ihrem Tabak-Laden an der Weender Landstraße 76 in Göttingen. Mit einem Aufsteller weisen sie täglich auf die Tageszeitung hin. „Das wird sehr gut angenommen, die Verkaufszahlen steigen. Die Leute kaufen häufiger das Tageblatt“, sagt Stefan Keßler. „Letzten Samstag war es schon mittags ausverkauft.“ Vom Zeitungsverkauf alleine kann das Ehepaar aber nicht leben. Daher gibt es im Laden der Keßlers noch Tabakwaren, Lotto und eine Postfiliale.

Den Verkaufsbereich für Zeitungen und Zeitschriften hat Sandra Kolbe, Inhaberin des Edeka-Neukauf in Ebergötzen, soeben erst erweitert. „Die Abnahmen sind schon sehr beträchtlich, vor allem das Tageblatt wird in Massen nachgefragt, und zwar täglich. Das ist der Renner“, sagt die 40-Jährige – dabei hat sie den Aufsteller für die Aktion noch gar nicht platziert. Ohnehin würden Presseartikel wieder viel mehr nachgefragt. „Das hat extrem zugenommen“, sagt Kolbe. Viele Stammkunden kämen nur deswegen täglich in den Laden. Im neuen Bereich ließen sich die Titel jetzt noch besser hervorheben. „Das ist eine super Sache.“

Kolbe selbst liest das Tageblatt jeden Morgen im E-Paper, blättert es dann häufig auch noch mal im Geschäft durch. „Ich muss eben immer alles wissen“, sagt Kolbe und lacht.

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