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Zu erneuten Kandidatur von Angela Merkel

Marktumfrage Zu erneuten Kandidatur von Angela Merkel

Angela Merkel will es noch einmal wissen. Die CDU-Parteivorsitzende tritt 2017 zum vierten Mal als Kanzlerkandidatin zur Bundestagswahl an. Eine Entscheidung, die bei der Marktumfrage in Göttingen auf Zustimmung, aber auch Kritik stößt.

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Göttingen. "Sie hat gute Arbeit geleistet, mich freut ihr Entschluss daher", betont Hauke Wöhler. Zwar hätte der 28-jährige Agrarwissenschaftsstudent auch nichts gegen "frischen Wind" im Kanzleramt - allein es fehlt ein Kandidat dazu, denn "Sigmar Gabriel sollte auf keinen Fall Kanzler werden".

Hauke Wöhler

Quelle: Fabig

Positiv beurteilt Dieter Scheuermann die erneute Kandidatur Merkels: "Das ist sehr gut, weil sie eine erfahrene Politikerin ist", so Scheuermann, der sich auch Noch-Außenminister Frank-Walter Steinmeier in dem Amt hätte vorstellen können. Die 24-jährige Verwaltungsfachangestellte Miriam Oberdiek aus Göttingen findet die mächtigste Frau der Welt "nicht schlecht" und ist dementsprechend zufrieden mit ihr als Spitzenkandidatin der CDU.

Dieter Scheuermann

Quelle: Fabig

Josefine Fehrensen und Heidi Grotjahn ist Merkel zwar sympathisch, doch die beiden Freundinnen wünschen sich Veränderung an der Regierungsspitze. "Nach zwölf Jahren ist es auch mal genug", sagt Fehrensen. Die seit 42 Jahren in Göttingen lebende gebürtige Bayerin würde es begrüßen, "wenn jemand von der SPD drankommt". Wer genau das sein soll, ergänzt die Bad Gandersheimerin Grotjahn: "Martin Schulz wäre gut. Er ist ein hervorragender Rhetoriker, und was er sagt, hat Hand und Fuß."

Josefine Fehrensen und Heidi Grotjahn

Quelle:

Hand und Fuß sind nicht gerade die Stichworte, die Jennifer Albrecht einfallen, wenn sie an Merkel denkt. "Zwar hat sie nicht alles falsch gemacht, mit einem Großteil ihrer Politik bin ich aber überhaupt nicht einverstanden. Vor allem mit der Flüchtlings-, Renten- und Steuerpolitik", erklärt die Frisörmeisterin. Aus Sicht der Göttingerin erhalten unter anderem einige Arbeitslose zu viele Anreize, keinen neuen Job aufzunehmen. "Die arbeitende Bevölkerung wird im Vergleich dazu bestraft." Wer anstelle von Merkel Deutschland führen solle, sei jedoch eine schwierige Frage, so Albrecht: "Darüber muss ich mir noch Gedanken machen."

Jennifer Albrecht

Quelle:

Im Ausland genießt die Kanzlerin ein hohes Ansehen. Das bestätigt Puya aus dem Iran, der sie als "große Persönlichkeit" schätzt. Auch der 24-jährige Sizilianer Silvio Balistreri aus Palermo, der in Göttingen als Kellner arbeitet, berichtet von einem positiven Bild, das die meisten Italiener von der Regierungschefin hätten: "Sie schätzen ihre soziale Einstellung." 

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