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Zu lange gewartet

Kommentar Zu lange gewartet

Wären die angeklagten Taten zu verhindern gewesen? Die Frage drängt sich auf, wenn man die Bemühungen der Betreuer vor Augen hat. Ein Gutachter ist gar der Auffassung, dass schon bloßes Nichtstun eine Gefährdung für den Betreuten darstellt. Von Lukas Breitenbach

Auf seine Einschätzung stützt sich der zweite Unterbringungsantrag der Betreuerin. Das Gericht entscheidet anders, überlässt den Angeklagten sich selbst. Warum wird nicht auf die Betreuerin gehört?

Er muss erst zu einer Gefahr für sich oder andere werden: Und selbst als der Angeklagte einen Arzt ohne erkennbaren Grund zusammenschlägt, spaziert er unbehelligt aus dem Klinikum. Dass niemand die Polizei gerufen hat, ist unfassbar – und noch immer geschieht nichts.

Wochen später soll der Angeklagte einen Camper niedergestochen haben. Erst jetzt streben die Juristen eine Unterbringung in der Psychiatrie an. Die kommt eindeutig zu spät.

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