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Zu viel Hundekot und zu wenig Busse

Kritik zum Flecken Bovenden Zu viel Hundekot und zu wenig Busse

Viele Ideen für den Flecken Bovenden haben Rat und Verwaltung aus den Kinder- und Jugendforen mitgenommen. Etwa 40 Heranwachsende hatten Wünsche für ihren Wohnort mitgebracht.

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Wollen mitbestimmen: Kinder und Jugendliche im Gespräch mit Rat und Verwaltung.

Quelle: Heller

Die Spielplätze erwiesen sich als Dauerbrenner. Hier ging es besonders um die Umgestaltung und andere Spielgeräten. Neue Geräte wünschten sie sich auch für den Skaterplatz in Bovenden. „Wir haben unser Geld schon ausgegeben“, sagte Thomas Brandes als Leiter des Amtes für Finanzen, Ordnung und Soziales. Eine Gemeinde müsse in der Regel mehr ausgeben, als sie einnehme, erklärte er.

Wie bei ihnen zu Hause sei es dann so, dass für manche Dinge kein Geld mehr da sei. So sandte Brandes einen Appell an die Eltern, selbst mit anzufassen, und das vielleicht auch beim Platz für die Skater. „Wieso ist der Spielplatz auf dem Deckel in Bovenden so dreckig“, fragten Kinder und Eltern. Hier gelte es, mögliche Verursacher zu melden. Ein Infoblatt für Kinder über die Plesse zu entwickeln, auch diese Idee ging aus dem Forum hervor.

Zu viel Hundekot in Bovenden stört die Kinder wie die Jugendlichen. Bürgermeisterin Heidrun Bäcker (SPD) appellierte an den Nachwuchs, selbst entsprechende Schilder zu entwerfen. In Absprache mit der Gemeinde würde man sicher einen Platz zum Aufstellen finden. Über die Busverbindung von Lenglern nach Göttingen klagte die 16-jährige Milena. Seit die Linie 210 nicht mehr so oft wie früher durch Lenglern fahre, verbringe sie viel „tote Zeit“ in Göttingen. Bereits im Frühjahr, nach einer Umstellung des Fahrplans, hatten sich Lenglerner beschwert.

Mit einer Busverbindung im Stundentakt sei Lenglern im Vergleich zu anderen Ortsteilen gut bedient, räumte die Bürgermeisterin ein. Dennoch fanden es viele unverständlich, wieso Busse nun um die Ortschaft herumfahren, anstatt wie früher dort zu halten. In einem Brief soll das Problem erneut angesprochen werden. Karina (16) wünschte sich den schon lange von der Politik geforderten Fahrradweg von Bovenden nach Lenglern. Ein Junge regte an, den Helleweg von Eddigehausen nach Bovenden im Winter für die Radler zu räumen. Bäcker machte deutlich: „Das ist schwierig. Der Weg gehört nicht komplett der Gemeinde.“

Viele Anregungen haben Verwaltungsvertreter und Politiker aus den Foren mitnehmen können, viel Neues über ihren Wohnort haben die Heranwachsenden unter der lebendigen Moderation von Jan Fragel gelernt. Eine Fortsetzung soll es in zwei Jahren geben.

enz

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