Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Zu viel Stickstoffdioxid in Göttinger Luft

Fristverlängerung Zu viel Stickstoffdioxid in Göttinger Luft

Der Feinstaub hat sich gelegt, dafür verpestet Stickstoffdioxid die Luft in Göttingen: Im vergangenen Jahr lag der Jahresmittelwert über dem festgelegten Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter (µg/m3) Luft. Dieser strengere Grenzwert wurde erst ab 2010 festgelegt. Hätte er vorher gegolten, hätte die Stadt ihn bereits 2008 und 2009 überschritten.

Aber das eine und erste Mal ist schon zu viel: Göttingen muss seinen Luftreinhalte- und Aktionsplan überarbeiten und hofft auf eine längere Frist vor härteren EU-Strafen. Der erste Aktionsplan war nämlich bereits vor fünf Jahren fällig. Damals lag der Feinstaubgehalt in der Göttinger Luft über der erlaubten Marke.

Mit der Stickstoffdioxid-Belastung ist Göttingen in Niedersachsen nicht alleine: Auch Hannover, Osnabrück, Braunschweig, Osterode und Hameln haben den Grenzwert übersprungen. Das Limit sei an der Messstation an der Bürgerstraße zwar nur um ein Mikrogramm je Kubikmeter (µg/m3) überzogen worden, so die Pressestelle der Stadt Göttingen. Dennoch gelte: Grenzwert nicht eingehalten. Die „erfreuliche Nachricht“ dabei: Die Belastung sei im Vergleich zum Vorjahr nicht angestiegen und gegenüber 2006 gesunken. Auch die Grenzmarke für Feinstaub sei im vierten Jahr nicht überschritten worden.

Wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid nicht eingehalten, gestatte die EU „unter strengen Auflagen“ eine Verlängerung der sogenannten Einhaltefrist. Darum werde die Stadt Göttingen bis Ende Mai eine Verlängerung bis 2015 beantragen. Dazu müsse aber auch der Luftreinhalteplan aktualisiert werden. Der sieht bisher schadstoffärmere Motoren für Stadtbusse und einen besseren (verstetigten) Verkehrsfluss auf den Straßen vor. Eventuell müssten diese Ziele intensiviert und zusätzliche Maßnahmen erarbeitet werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bilder der Woche vom 9. bis 15. September 2017